31.12.2010

Das peripubertäre Manifest

Ein Gespenst geht um in Europa. Das Gespenst der Pubertät. Um den heranwachsenden dieser Zeit die Angst zu nehmen und um die Älteren in jene Zeit ihres Lebens zurückzuversetzen wurde dieses Manifest verfasst, gemeinsam mit dem Ziel der Gesellschaft ein besseres Leben in dieser Zeit der Gleichgültigkeit, Sorglosigkeit und absoluten Coolness zu garantieren.

§1 Peripubertär wachsen Mädchen Brüste. Das ist gottgegeben. Moment, das streichen wir. Besser: Das ist von Natur aus so.
§2 Jungen wachsen auch manchmal Brüste. Das liegt in den seltensten Fällen an der Natur und viel öfter an McDonalds.
§3 McDonalds muss abgeschafft werden. Oder jeden Tag LadysNight einführen.
§4 Pickel.
§5 Noch mehr Pickel.
§6 Ach Du meine Güte, hat der viele Pickel, sowas habe ich ja noch nie gesehen.
§7 Clearasil. Die Nr. 1, wenns um Pickel geht.
§8 In demselben Maße, indem die Widerwärtigkeit der Haare wächst, nehmen daher die Pickel ab.
§9 Prä- und Postpubertät werden abgeschafft.
§10 Peripubertäte Phase von Geburt bis zum Tode, zur Not auch mittels Hormonsubstitution.
§11 Das in den Mund nehmen von Geschlechtsteilen jeglichen Geschlechts erfolgt nur zusammen mit schüchternem Gekicher.
§12 Dr. Sommer (BRAVO) wird an die Macht geputscht.
§13 Pickel sein, heißt nicht nur eine rein persönliche, sondern eine gesellschaftliche Stellung in der Pubertät einzunehmen.
§14 Hihi, er hat Ständer gesagt.
§15 Pickel.
§16 Haare sollen wachsen an Stellen, deren Existenz zuvor unbekannt war.
§17 Beine rasieren müssen Mädchen und alle anderen.
§18 Pubertätverweigerer gibt es i.d.R. nicht, auch das hat natürliche Gründe.
§19 Pubertierende haben kein Vaterland, aber immer einen großen Bruder, der weiß, was man gegen die vielen Pickel tun kann.

Mögen die herrschenden Klassen vor einer peripubertären Revolution zittern. Die Pubertierenden haben nichts in ihr zu verlieren, als ihre Pickel. Sie haben eine Welt zu gewinnen. Peripubertierende aller Länder, reinigt Euch!

28.12.2010

Das Fischmanifest

Fische sind toll, ob groß, ob klein, ob Wal, ob Lachs oder gar Wels. Sie leben in den Weltmeeren, Seen und Flüssen. Sie haben nicht den Fehler gemacht, ans Land zu kommen oder sie haben diesen Fehler irgendwann wieder bereut und sind zurück ins Wasser geschwommen. Allein dies belegt die Intelligenz der Fische.

§1 Fische sind die Herrscher der Meere. Ihre Macht ist unteilbar.

§2 Auf den Weltmeeren ist der Mensch nur Gast.

§3 Wale sollten unsere großen Vorbilder sein, sie sind wieder in die Ozeane zurück geschwommen.

§4 Fische sind keine Mörder. Filme und Bücher die etwas anderes behaupten, müssen verboten werden.
§4.1 Filme und Serien über Wale und Delfine sollten nicht für Kinder freigegeben werden.
§4.2 Fischgedichte müssen gefördert werden.

§5 Für Katzenhaicontent gelten die gleichen Regeln, wie für Katzencontent es sei denn es gelten andere Regeln.

§6 Zum Fisch gehört ein guter Wein.

24.12.2010

Weihnachtsmanifest

Die Linkshirnextremisten wünschen frohe und ausgeschlafene Jahresendfeierlichkeiten.

15.12.2010

Das Winterschlafmanifest

Präambel: Um Depressionen,dem Zwang zum Tragen scheußlicher Kleidung, glatteisbedingten Oberschenkelhalsbrüchen und Langeweile vorzubeugen, fordern wir die sofortige Einführung des Winterübergehungsschlafs

§1 Das Menschenrecht auf Winterschlaf ist unteilbar, es zu schützen und das Bett zu bereiten ist Aufgabe aller staatlichen Gewalt.
§2 Wer Winterschlaf verhindert, unterbricht oder verbietet, wird nach der Revolution theoretisch erschossen.
§2.1 Revolutionen während der Winterschlafphase sind verboten!
§3 Bernd und Heinz dürfen beim Winterschlafen nicht mitmachen, sondern haben in dieser Zeit das Internet mit Katzencontent und Ähnlichem zu füllen Damit wird ein produktiver Mehrwert erreicht und alle anderen nach dem Aufwachen haben hübschen "Scheiß" (Marx) zu gucken und zu lesen.
§4 Ein Winterschlaf darf nur unterbrochen werden wenn das Bier alle ist, oder die winterschlafende Person zur Erhaltung der Gesundheit umgelagert werden sollte.
§5 Wer nicht will, der hat schon.
§5.1 Aufwachen für Schnee toll finden und Schneeballschlachten, insgesamt für Aktionen gegen Katzenfeindlichkeit, Frühaufsteher_innendiktatur und alles sonstige Doofe, ist ausdrücklich erlaubt.
§6 Katzen sind von der Winterschlaf-Pflicht ausgenommen, außer sie wollen gern. Für ihre Versorgung sind Bernd und Heinz zuständig. Gleiches gilt für Flamingos.

Haha

:-P

05.12.2010

Extremistens anderswo: Typ aus Moskau & Elquee werden MuschiLeaks CEOs

Flamingohausen, Freie Enklave Moskau Im internationalen Wirbel um die Whistleblower-Plattform WikiLeaks und die katastrophale Missachtung der Katzen in diesem hat sich die Auchwas-Plattform MuschiLeaks gegründet. Die Linkshirnextremist_innen Elquee und Typ aus Moskau wurden auf kurzem Dienstweg und unter grundsätzlicher Missachtung demokratischer Entscheidungswege zu CEOs erklärt. Typ aus Moskau ließ dazu verlauten "Mir geht es nicht um WikiLeaks, mir geht es um Katzen." Weiter erklärte er er werde sich in die Aufgaben eines CEOs einarbeiten und erstmal nachgucken was CEO überhaupt bedeutet. Wir dokumentieren hier die Erklärung:
Genoss_innen, Katzen und auch Flamingos,
ein Kriegchen geht durch die Welt. Ein Kriegchen der Hüter_innen der Moral gegen die Anderen. Die Anderen wollen WikiLeaks besiegen. Die Hüter_innen der Moral wollen WikiLeaks behalten und machen sich deswegen eigene WikiLeaks. Eins vorweg: Es wird kein wikileaks.radiofreemsocow.soup.io geben. Das geht ja auch gar nicht, vor allem aber bin ich kein Hüter der Moral, aber auch keiner von den Anderen.
Mir geht es nicht um WikiLeaks, mir geht es um Katzen.
Bei allem Bohei um Merkel, Westerwelle, Afghanistan und Assange haben alle Seiten die Pflicht zum Katzencontent missachtet. Assange hat keine Katzen geleakt, Westerwelle und Merkel sind nicht zugunsten von Katzen zurück getreten und Obama hat einen Einsatz von Katzen zur Steigerung der Friedfertigkeit in bekriegten Gebieten nach muschileaks vorliegenden, frei erfundenen Dokumenten nicht erwogen.
Ich als CEO bei muschileaks werde mich persönlich dafür einsetzen, dass das so nicht weiter geht.
Natürlich besteht die Gefahr, dass erhöht auftretender Katzencontent die Welt zu süß macht und über real existierende Demokratien hinweg täuscht.
Deswegen kämpfe ich als CEO von muschileaks auch für Informationscontent. Informationscontent ist vor allem deshalb wichtig, weil Kapitalismus, Sexismus und die Frühaufsteher_innendiktatur nicht von alleine verschwinden werden. Dort tut Information Not. Ich sehe es deswegen als notwendig an, meine ideologische Herkunft als Linkshirnextremist auch in meine Arbeit als CEO bei muschileaks einfließen zu lassen.
Zusammen mit Ihnen, Genoss_innen, Katzen und Flamingos, freue ich mich auf eine spannende Zeit. Meine erste Amtshandlung ist herauszufinden, was CEO eigentlich bedeutet. Ich denke das ist wichtig für eine erfolgreiche Arbeit im Sinne von muschileaks und allen Katzen weltweit.

Geschwister zur Sonne, zur Katze!
gez. Typ aus Moskau.

Quelle: Erklärung zum Amtsantritt als CEO bei muschileaks.

30.11.2010

Punk ist das, was Du draus machst

27.10.2010

Achtung! Stöckchenwurfgebiet!

Den Linkshirnextremisten wurden zwei Stöckchen zugeworfen: eins von Impactsuspect, eins von Order by Rand.

Und hier nun unsere in einem kollektiven Schaffensprozess entstandenen multiplen Antworten.

Fragen von Impactsuspect:

1. Welcher Film ist von deinen Lieblingsfilmen der älteste, und warum?
- "Panzerkreuzer Potemkin" natürlich. Je nachdem, wie das "warum" gemeint ist: a) Weil er nun mal weit vor den geradzahligen Star-Trek-Filmen gedreht wurde bzw. b) weil er sich erstaunlich frischgeghalten hat (Broca-Areal)
- Clockwork Orange, weil er vor den anderen gedreht wurde. (pantoffelpunk)
- Dafür müsste ich meine Filme in meinem Gehirn mal chronologisch ordnen. Aber aus dem Bauchgehirn heraus würde ich mal auf »The Invisible Man« tippen eine große Liebeserklärung an den Film mit einem unsichtbaren Mann. Gerüchten zufolge Grundlage für das gleichnamige Queen-Lied von … später. (Typ aus Moskau)
- "Modern times" (Rabenviech)
- "Der kleine Muck" (Marax)

2. Wenn dir Zeitreisen möglich wären, in welcher Zeit würdest du dich gerne mal umsehen?
- Eine Zeit, in der es keine Science-Fiction-Filme mehr gibt. (pantoffelpunk)
- In die Zeit kurz nach der Oktoberrevolution, um einen gewissen Herrn Uljanow davon zu überzeugen, daß er seine Hoffnungen bloß nicht in die Deutschen setzen soll. (Broca-Areal)
- In die Zeit, in der ein Low-Budget-Film namens "Flipper vs Dracula" den Startschuss für die Revolution markiert. (Elquee)
- Ich würde, achtung, mit einem Raketenwerfer und einem grooooßen Haufen Raketen an die Ostküste der späteren US of Unfug reisen und Kolumbus gebührend begrüßen. Danach würde ich das Leben als Nachfolger Manitous genießen. Oder ins alte Rom, aber das geht auch um Waffen. Ich könnte mir auch was Pazifistisches ausdenken, aber das ist mir gerade zu schwer. (Typ aus Moskau)

3. Was würdest du in eine Zeitkapsel legen, wenn das Ende der Zivilisation bevorstünde?
- Einen Zettel, auf dem steht "Die Party ist leider schon vorbei, aber gekühltes Bier steht noch im Kühlschrank" (Marax)
- Sämtliche Star-Trek-Staffeln und -Filme in möglichst unverwüstlicher Form - und mit einem Hinweis an die potentiellen Finder: "Guckt euch das mal an. Ist es so, wie es gekommen ist, nicht doch besser als mit dieser unerträglichen Föderation und diesen schrecklichen Pyjamas?" (Broca-Areal)
- Selbstverständlich eine DVD von "Flipper vs Dracula" (Elquee)
- Android-Handy und Labello mit Geschmack. (anonym)
- Das Kapital Band I-III, latürnich. Und den ausgedruckten (sic!) Linkshirnblog. (Typ aus Moskau)

4. Nehmen wir mal an, du bist Gott, und du musst mal dringend für 5 Minuten auf Toilette. Wem würdest du in der Zwischenzeit die Erde anvertrauen?
- Meiner Mutter. Sie würde es garantiert schaffen, den ganzen Planeten in den 5 Minuten aufzuräumen, abzuspülen und sogar in den letzten Ecken staubzusaugen. (pantoffelpunk)
- Irgendeinem anderen Gott.(anonym)

5. Wann haben wir endlich humanoide Roboter und Jetpacks?
Wir haben noch keine humanoiden Roboter? Wer sind dann diese Gestalten, die behaupten, unsere Regierung zu sein?!?!? (Broca-Areal)

6. Benutzt du diese Untersetzer für Gläser?
- Gläser? Bier trinkt man aus der Flasche! (Broca-Areal)
- Ich trinke prinzipiell nur Wässerchen aus 0,7l Flaschen. Was anderes gibt es hier in der Enklave Freies Moskau auch nicht. (Typ aus Moskau)

7. Welches Buch hat dich am meisten in deiner persönlichen Entwicklung beeinflusst?
- Die Bibel und das kommunistische Manifest, siehe hier (das ist aus propagandistischen Zwecken gelogen, macht aber nichts). (pantoffelpunk)
- Mein Vorstrafenregister und das Buch über die Bienen und Blumen ^^ (Marax)
- Ich lese nur .pdfs bis meine Aufmerksamkeitsspanne abreißt (ca. sechs Seiten). (Typ aus Moskau)

8. Wo warst du, als “Dark Angel” abgesetzt wurde?
- Who the Föck ist "Dark Angel"? Ist das von Russ Meyer? Oder geht es um Fischereisport? (pantoffelpunk)
- Hört sich an wie etwas, das bei "Tatort Internet" mitspielt. (Elquee)
- Wikipedia sagt mir, das war 2002, daran kann ich mich nicht erinnern. (Typ aus Moskau)


Fragen von Order by Rand:

1. Du darfst einen Tag in die Rolle einer Roman-/Filmfigur deiner Wahl schlüpfen. Welche wäre das? Warum?
- Das wäre dann wohl Nero Wolf. Der sitzt schön zu Hause rum, trinkt Rotrwein und gärtnert, während andere für ihn die Laufarbeit machen. Das wichtigste: Er kann ausschlafen. (Impactsuspect)
- Holly Golightly. Wobei es empörend ist, dass Tiffany kein Frühstück anbietet, was nach der Revolution auf jeden Fall geändert werden wird (Elquee)
- Dejar (Vorname unbekannt) aus der DS9-Folge "Destiny". Aus Gründen. (Broca-Areal)

2. Erinnerst du dich noch an Filme oder Serien aus deiner Kindheit? Welche davon sollten deiner Meinung nach unbedingt wiederholt werden?
- Ich erinnere mich an alle! Und keine sollte wiederholt werden, das würde nur die Erinnerung kaputtmachen. (Impactsuspect)
- Keine. Ich wurde streng erzogen. Es gab nur Vodka und und die Marx-Engels-Werke. (Typ aus Moskau)
- "Die Herrscher der Zeit" - unglaublich wunderwunderschöne Zeichentrickserie. (Wie mir Wikipedia gerade mitteilt, ist es wohl eigentlich ein Film, wurde aber irgendwann in den Achtzigern mal in Episoden im Rahmen einer Sendung mit verschiedenen Zeichentricksachen gesendet.) (Broca-Areal)

3. Du hast die Möglichkeit, eine Rede vor den mächtigsten Personen der Erde zu halten. Was möchtest du ihnen unbedingt mitteilen?
- Öhm. Ich würde sagen, dass es mir der Anstand eigentlich verbietet, dass zu sagen, was ich sagen will, und daher würde ich es pantomimisch vormachen, was ich zu sagen habe. (Impactsuspect)
- Ich rede nicht mit jedem. Und vor jedem auch nicht (Elquee)
- Ist mein Rückzug gesichert? (Typ aus Moskau)
- Ich würde die Waffen sprechen lassen. (Broca-Areal)

4. Wenn für deinen Lebensunterhalt garantiert gesorgt wäre, was würdest du tun?
- Erst einmal ausschlafen. (Impactsuspect)
- Erst ausschlafen, dann vielleicht zur Revolution gehen, bisschen twittern, Musik runterladen. (anonym)
- Ausschlafen, aber so gegen Mittag trotzdem zur Arbeit gehen. (Broca-Areal)

5. Du wachst eines Morgens auf und stellst fest, dass du der einzige Mensch auf der Welt bist. Was würde diese Situation für dich bedeuten?
- Ich könnte dann endlich einmal ausschlafen. (Impactsuspect)
- Kein Team Fortress 2 mehr. (Typ aus Moskau)
- Ich würde erst einmal sicherstellen, dass alle die, die ich nicht leiden kann, auch wirklich nicht mehr da sind. (anonym)
- Oh nein, ganz alleine bei Twitter! :O (Broca-Areal)

6. Deine Eltern rufen an und erzählen, dass sie gerade in der Stadt sind und dich in 10 Minuten besuchen werden. Wie bekommst du deine Wohnung am schnellsten in einen elterntauglichen Zustand?
- Ich würde es ganz lassen, und sie in der Stadt zum Essen einladen. (Impactsuspect)
- Ich bin nicht rangegangen, weil die immer mit unterdrückter Nummer anrufen. (anonym)
- Ich räume für Gäste prinzipiell nicht auf, das machen gefangene Konterrevolutionäre für mich. (Typ aus Moskau)
- Meine Eltern kennen mich gut genug, um entweder a) so etwas gar nicht erst zu tun oder aber b) den Zustand meiner Wohnung in Kauf zu nehmen. (Broca-Areal)

7. Du drückst dich seit Tagen davor, einkaufen zu gehen. Welcher Notstand treibt dich letztendlich dazu, es doch zu tun?
- Eine Vielzahl von konsumspezifischen Gründen könnten mich dazu treiben einkaufen zu gehen. Oft gehe ich einfach auch nur einkaufen, weil ich Lust habe einkaufen zu gehen, wandere solange durch Supermärkte, bis man mich für einen Ladendieb hält, und gehe dann ohne was zu kaufen nach hause, weil ich merke, dass ich gar nichts brauche. (Impactsuspect)
- Wenn die letzte Cola light ausgetrunken ist und die vorletzte Zigarette geraucht ist, ist der große Moment gekommen (Elquee)
- Cola ist alle. (sanczny)
- Hier gibt es Supermärkte ja im Internetz. (Typ aus Moskau)
- Bier alle. (Broca-Areal)

8. Und als letzte Frage natürlich: Was hast du noch im Kühlschrank?
- Erdbeerjoghurt! [Stimmt gar nicht, dass ist nur die linkshirnextremistische Antwort. In echt ist es natürlich Blaubeerjoghurt.] (Impactsuspect)
- Heute nix, aber warme Cola light und Zigaretten sind noch reichlich vorhanden (Elquee)
- Cola und Schokolade. (anonym)
- Öhm. (Typ aus Moskau)
- Zwei Sorten Käse, Krautsalat, Eier (noch nicht abgelaufen!), Möhren, Bier. (Broca-Areal)


Mit diesen Fragen geht es nun weiter:

1. Was sollte man mit Bloggern machen, die mit Stöckchen um sich werfen?
1a. Verstößt das nicht gegen das Folterverbot?
2. Wie lange wird Dich Deine bürgerliche Herkunft und Erziehung noch daran hindern, zur Waffe zu greifen und endlich die Revolution zu beginnen?
3. Wer sollte den Soundtrack zur Revolution beisteuern?
4. Sollten die Linkshirnextremisten sich im Kampf uniformieren? Wenn ja, wie?
5. Ist eine Revolution ohne Katzencontent denkbar?
6. Ist noch Bier da? Vielleicht hinter dem Rotwein?
7. Wie sollten wir Deiner Meinung nach nach der Revolution Arbeit organisieren?
8. Wie lautet der Titel des Films, von dem Du hoffst, dass er eines Tages - natürlich zur Beschleunigung der Revolution - gedreht wird?



Blögge, die dieses Stöckchen zugeworfen bekommen:
- http://www.plastikstuhl.de
- Sportswire
- Freunde Cardassias e.V.
- Gotts Blog
- Pantoffelpunk
- Sascha Lobo

21.10.2010

Das antimigränische Manifest

§ 1 Bei vielen Menschen ist der Kopf lediglich das obere Ende des Verdauungstrakts.
§ 1.2 Um diese Leute soll es hier nicht gehen.

§ 2 Sondern um diejenigen, deren Schädelinneres zusätzlich ein Hochgeschwindigkeits–Informationsverarbeitungs-Rechen-Netzwerk (HIRN) beherbergt.
§ 2.1 Mit je weniger Stroh dieses gepolstert ist, um so häufiger macht es aua.
§ 2.1.1 Oftmals durch den Zusammenprall mit der Parallelgesellschaft des in § 1 erwähnten Kulturkreises.

§ 3 Das können wir nicht gutheißen.
§ 3.1 Und lustige Flimmermuster auf der Netzhaut, durch die man den Kurzschlüssen auf der Großhirnrinde unmittelbar zugucken kann, sind auch keine Entschädigung für das nachfolgende Elend.

§ 4 Migräne ist eine scheißdrecksverfickte betriebswirtschaftlerarschgesichtige Pottsau.

§ 5 Wir fordern sie daher letztmalig auf, sich gefälligst dort auszutoben, wo Platz ist (siehe § 1).
§ 5.1 Frühaufsteherdiktatoren, FDP-Wähler & -Mitglieder, Vereinte-Föderation-der-Planeten-Tollfinder und Leitkulturfans gehören mit Migräneanfällen nicht unter einmal pro Woche bestraft.


18.10.2010

Linkshirnextremistisches Manifest gegen den Pärchenterror

weil: Singleleben ist das Beste seit geschnitten Brot

§0 Es geht hier nicht, und wenn dann peripher, also eigentlich gar nicht, um Musik. Auch nicht um Popmusik.

§1 Das Pärchendasein verengt den geistigen Horizont auf eine einzige Person. Dadurch wird der Blick auf all die anderen Irren versperrt, die einem im Leben noch so über den Weg laufen.

§2 Das Leben als sogenannter »Single« bietet Vorteile. Davon einige:
§2.1 Terminliche Abhängigkeit nur noch von den Institutionen der Frühaufsteher_innendiktatur, denn die fragen nicht ob man sie mag.
§2.1.1 Deswegen müssen die auch schnell weg.

§2.2 Keine Besuche bei irgendwelchen Menschen, die man fortan »Stiefeltern« zu nennen hat und keine Ausflüge an eher semiinteressante Orte wie Neuschwanstein, Rügen oder Prenzlauer Berg.
§2.2.1 Erst Recht kein Zuziehen an oben genannte Orte oder den lausigen Grundbesitz der Möchtegernaristokratischen Bauernfamilie, deren jüngsten Sproß man in einem Berliner Club getroffen hat.

§2.3 Im Bett essen/twittern/schlafen, ohne dass jemand meckert.
§2.3.1 Keine eingeschlafenen Gliedmaßen, weil jemand draufliegt.
§2.3.2 Keine lästigen Arztbesuche (»Knallen bis der Arzt kommt.«)

§2.4 Kein sich in der Küche komisch angucken, weil niemand kochen kann.

§2.5 Pupsen.

§2.6 Man muss sich niemandes Namen merken. Für Ausnahmen s. §1
§2.6.1 Die Frage »Schatz, war ich gut?« entfällt, denn man weiß ja, dass man beim Masturbieren sein bestes gegeben hat.
§2.6.2 Sowieso keine zum Erbrechen dämlichen Spitznämchen.

§2.7 Kein Hinterherputzen. Das was man den Mitbewohner_innen hinterherputzen muss ist im Regelfall schon mehr als genug.
§2.7.1 Das Bad für sich alleine nutzen. (Es sei denn es sind immer noch Mitbewohner_innen in der Wohnung.)
§2.7.2 Haarbürsten die man selber nutzt ohne fremde Haare. (Es sei denn die Mitbewohner_innen haben trotz allem noch immer nicht aufgegeben.)

§2.8 Allein sein Geld ausgeben.

§2.9 Geimeinsame Fernsehabende wie Popstars oder Germany Next Topmodel finden nicht statt. Man kann sich also sein Bier bei einem kulturell gepflegten Porno (»2 guys 1 cup«) in Ruhe reinziehen.

§2.10 Man muss niemanden andauernd sturzbetrunken auf dem Lenker oder Gepäckträger eines Fahrrads transportieren. Wenn man sowas denn überhaupt besitzt. Oder Kotze im Auto wegmachen.

§2.11 Man muss sich nicht jeden Tag hübsch machen.

§2.12 Männern hinterhergucken, ohne erst den Partner anzuschauen, ob der guckt^^
§2.12.1 Man kann sich jeden Sonntag Mittag neu in einen süßen Menschen verlieben, den man nie wieder sieht.

§2.13 Durch Krisen kann man auch alleine gehen. Oder torkeln, siehe Biermanifest.
§2.13.1 Getränkekisten schaffen automatisch gute Muskeln. Niemand hört einem ächzen oder aus dem letzten Loch pfeifen.

§2.14 Man kann heiße Henry Rollins Poster an die Wand machen.
§2.14.1 Niemandem Rechenschaft ablegen müssen.

§2.15 Mit der besten Freundin ohne Störungen lästern.

§3 Hmmm.

§4 Damit keine Mißverständnisse aufkommen: Gegen wild in Darkrooms rumficken hat ja niemand was.

17.10.2010

Wenn dem so wäre, wie dem nicht ist. Eine linkshirnextremistische Anekdote.

Es trug sich zu eines samstags Mittags, daß der Schreiberling sich befand vor dem Roten Rathause zu Berlin und befand, daß es Schluß zu sein habe mit der ganzen reaktionären Grütze, die Tag für Tag die Menschheit umschwappt. Geschult durch die ideologische Kompetenz, die nur dem Linkshirnextremismus innewohnt packte er den revolutionären Eifer aus dem Jutebeutel aus, blies ihn auf, bis kurz vor dem Momente des Platzens und versicherte sich der Unterstützung der revolutionären Massenmassen.Dies war ein Moment, der kurz zum Zögern einlud, denn die Massenmassen fehlten. Der Schreiberling beschloß, daß es keineswegs der Moment war sich zum Zweifeln einladen zu lassen und legte weiterhin fest, daß die Massenmassen alleine durch ihre potentielle Anwesenheit, Rückzug, Vorstoß und Jubelfläche freizuhalten haben. Wenn es scheiterte könne man sie im Nachhinein immer noch für ihr Fernbleiben im Momente der Revolution tadeln.

Mit dem revolutionären Eifer unter dem Arm geklemmt betrat der Schreiberling also die Hallen dessen was nicht zu sein hat und stellte den Eifer fein säuberlich vor dem Tresen des Empfanges ab.

„Ich verlange zu wissen wo der Balkon sich befindet, der dafür eingeteilt ist das Ende der Republiken, die Revolution, die Zerschlagung der Frühaufsteher_innendiktatur zu poklamieren.“ polterte er die, ob eines solchen Übermaß revolutionären Eifers, verdutzt dreinschauende Gestalt am Empfang an.

„Sie müssen wissen, daß es keinen Balkon für solch einen abstrusen Anlass gibt. Und es ist schwerstens illegal obendrein.“

„Meine Dame, es ist doch wohl keineswegs die Aufgabe der Revolution sich um die Tugenden dessen was nicht sein soll zu kümmern, noch die Aufgabe der Revolutionäre diese zu beachten.“

„Ich weiß nun nicht wo Sie gerade Revolutionäre sehen, ich sehe einen, einen mit einer undefinierbarer Plastikbeigabe obendrein, welche mit revolutionärer Eifer betitelt ist, jedenfalls haben wir keinen Balkon um das Ende der Republiken zu verkünden.“

„Unterschätzen Sie nicht die imaginäre Macht der revolutionären Massenmassen! Wenn dem so wäre, wie dem nicht ist, dann läge das offensichtlicher auf der Hand. Es ist dem aber nun so wie es ist und nicht wie dem nicht ist, deswegen ist es falsch. Ob Sie das verstehen ist mir nun egal, ich werde mich von dannen machen und mit den revolutionären Massenmassen das Ende des Endes der Geschichte feiern. Versauern Sie doch in Ihrer schlecht bezahlten Arbeit im Hort des Verrates an der Revolution des Linkshirnextremismus.“

Diese Tirade schien Wirkung gezeigt zu haben, jedenfalls schloß sie sich mir an. Vielleicht hatte sie auch einfach nur Feierabend und zufälligerweise denselben Weg. Neben den Massenmassen und dem aufblasbaren revolutionärem Eifer waren wir nun schon zwei, die lärmend und die Agent_innen des Falschen aufs bitterste beschimpfend, Richtung Kreuzberg zogen.

Auf dem Wege trug es sich zu, daß eine Dame, die ihre besten Tage schon einige Jahrzehnte hinter sich hatte, einer anderen, gleiche Verfallsstufe, den Weg zur Schaltzentrale der Reaktion, dem hässlichen Protzbau des Axel Springer Verlags, wies. Unser Demonstrationszug der Massenmassen hielt an um diese Verfehlung nicht unkorrigiert vonstatten gehen zu lassen.

„Heda, alte Frau“, kurze Tumulte entbrennen, die Frau will das allzu Offensichtliche nicht anerkennen und versucht die Revolution mit ihrer Krokodilslederhandtasche zu bremsen, „in den Tagen der Revolution wird nicht auf die Zentralen des Falschen verwiesen.“

„Revolution?! Was ist das denn bitte? Stalin?“

„Knapp daneben, werte Dame, der Linkshirnextremismus zerschlägt die Macht und die Frühaufsteherdiktatur. Das Wochenende wird zur ersten Bürger_innenpflicht“, man beachte wie der Unterstrich mitgesprochen wird, eine wahrlich revolutionäre Geste, „und mit Axel Springer ist es nun auch vorbei.“

Sie versuchte noch einmal mich und meine wackere Mitstreiterin, sie hatte stellte sich später heraus zwar wirklich Feierabend und beschloß diesen zu nutzen um der Revolution zu helfen, aus dem Portale des Rathauses, welches rot ist, mit ihrem Produkt aus Krokodilshaut empfindlich zu schädigen, die imaginären Massenmassen waren ob ihrer gespenstischen Gegenständlichkeit gänzlich unbeeindruckt geblieben, und entschwand mit einer Tirade über die Jugend von heute, oder die jungen Erwachsenen, in ihrem Alter könnte aber auch alles einen Verstoß gegen die vorweimarschen Moralkodexe ihrer Jugend bedeuten.

Wir gingen weiter, zerschlugen die Macht des Scheißverlags zu unserer Rechten durch bloße Ignoranz, bogen rechts ab um die taz direkt mit in den Strudel zu reißen. So warfen wir dreißig Farbeier gegen die Promenade und zwangen sie so zur Aufgabe. Und begaben uns schließlich auf das neugeschaffene Feld der linkshirnextremistischen Revolution, dort wo früher der Reichstag zu sein beliebte. Noch bevor der linke Bewegungszirkus ihn belagern konnte hatte der Linkshirnextremismus ihn zu Fall gebracht. Wenn dem so wäre, wie dem nicht ist, dann wäre dem so.

30.09.2010

Wahlkampfservice

Wir Linkshirnextremisten sind hilfsbereite Menschen. Wir schlagen der baden-württembergischen CDU deshalb freundlicherweise folgendes Plakatmotiv für den kommenden Wahlkampf vor.



(Foto: Bei Abriss Aufstand )

08.09.2010

Antworten, die nach der Revolution verboten werden

Revolutionen im linkshirnextremistischen Sinne sind nicht nur dazu da, um mal an die frische Luft zu kommen und nebenbei missliebige Personen theoretisch zu erschießen, nein, erfolgreiche Revolutionen bieten eine Vielzahl weitere Vorteile (weitere Details dazu finden sich in verschiedenen Postings in diesem Blog).
Ein weiterer, hier bislang noch nicht erwähnter Grund, nun aber mal ganz schnell eine Revolution zu starten, ist die Tatsache, dass erfolgreiche Revolutionäre fortan jede Menge bestimmen dürfen.
Neben Ausschlafen, Sozialismus (oder so) und allerhand anderen tollen Sachen wird nach einem linkshirnextremistischen Umsturz auch ein Verbot, dumme Antwort zu geben, eingeführt werden.
An einem entsprechenden Manifest wird noch gearbeitet, eine vorläufige Liste der besonders verbotenen dummen Antworten ist aber bereits in Arbeit.

Hier ein Auszug:

1. Der nächste freie Mitarbeiter ist für Sie reserviert
2. Google halt
3. Der Dingens sagt aber auch, dass...
4. Immer der, der fragt
5. Ach was, das ist doch nur Desinformation
---wird fortgesetzt---

08.08.2010

Welt(raum)katzentag

Heute ist Internationaler Katzentag.

04.08.2010

Die letzte Nacht gewinnen wir!

Die Aktionsformen der Linkshirnextremisten

§ 1 Gegen Demos ist grundsätzlich nichts einzuwenden.
§ 1.2 Außer, daß man sich für seine Mitdemonstrierenden oftmals fremdschämen muß.
§ 1.3 Und nicht zu vergessen die Verletzungsgefahr durch Straßenbegleitgrün.
§ 1.4 Und die potentiellen Folgekosten (Anwalt, Bußgelder etc.)

§ 2 Auch Unterschriftenlisten, Online-Demos und ähnliches lehnen wir nicht ab.
§ 2.1 Sie bringen bloß nix.

§ 3 Zu militanten Aktionen verweigern wir die Aussage.
§ 3.1 Wir lassen lieber Taten sprechen.

§ 4 Wer an Mahnwachen teilnimmt, besucht auch Kirchentage und mag Wesley Crusher.

§ 5 Die höchsten aller Aktionsformen sind diejenigen, die
§ 5.1 - Theorie und Praxis in sich vereinigen,
§ 5.2 – sich problemlos in den Alltag integrieren lassen,
§ 5.3 – erholsam statt anstrengend sind
§ 5.4 - und nicht zuletzt: mit geringem Aufwand aus dem (unter frühaufsteherdiktatorischen Bedingungen täglich notwendigen) Büronickerchen ein politisches Statement machen.

Liquid-Linkshirnextremismus

Gerade im Sommer muss man kühlen Kopf bewahren. Auch und gerade als Linkshirnextremist_in. Aus den unterirdischen, geheimen Geheimlaboren der linkshirnextremistischen Bewegung präsentieren wir daher voller Stolz "Liquid-Linkshirnextremismus" den Cocktail mit der Extraportion WTF für schwüle Sommertage:

1/4 Saft vom roten Granatapfel Paradiesapfel
1/4 Erdbeerlikör
1/4 bevorzugter rötlich gefärbter Energydrink

und
1/3 Wodka Feige

Mit einer explodierenden Erdbeere garniert in einem solchen Glas eisgekühlt serviert:

30.07.2010

Rücktrittsmanifest

In der Zeit der Massenrücktrittswellen fühlen sich auch die Linkshirnextremist_innen genötigt, eine allgemeine Rücktrittsordnung vorzuschlagen.

I. Allgemeines zu Rücktritten
Rücktritte sind gerade sehr modern, und ähnlich wie die Farbe Schwarz (auch "Gegenpink" genannt) kommen Sie selten aus der Mode, und wenn doch, sind sie schnell wieder IN.
Hierbei ist egal wer zurücktritt, denn der Rücktritt an sich gilt aus linkshirniger Sicht immer als die Krone der politischen Arbeit. Durch mehr Rücktritte von Politikern steigt die Chance von holperigen Amtsnachfolgephasen, welche eine mehr oder weniger lange Phase des Chaos und der Handlungsunfähigkeit versprechen, und somit auch von Diskordiern begrüßt werden dürften.
Genau aus diesen Gründen müssen geordnete Rücktritte, bei denen die politische Nachfolge schon Monate im Voraus feststeht, als die einzige Art der "schlechten Rücktritte" gelten, obwohl der Ausdruck "schlechter Rücktritt" schon in sich kontradiktorisch ist. Niemand sollte gezwungen werden, länger als er mag in der Politik tätig zu sein.


II. Die Güte des Rücktritts
Reziprok zu den Wesensmerkmalen eines "schlechten Rücktritts" (Siehe Römisch I) ist ein Rücktritt als um so besser anzusehen, je überraschender und ungeordneter er vonstatten geht. Dies gilt aus einer Reihe von Gründen:

1.) Staunt der Betrachter und der Zuschauer wundert sich, wenn jemand, der sich in seinem politischen Amt wohl und gut aufgehoben zu finden scheint, plötzlich zurücktritt.
2.) Sorgt ein eventuell entstehendes Machtvakuum für weitere Unterhaltung aus sich selbet, und sorgt mit größerer Wahrscheinlichkeit für eine chaotische Übergangsphase.
3.) Chaotische Übergangsphasen können gut oder schlecht sein, sind aber zumindest immer eine Abwechslung, und manchmal sogar spannend.
4.) Bringt ein überraschender und ungeahnter Rücktritt die anderen Politiker mal ordentlich auf Zack, und reißt sie vielleicht sogar für eine gewisse Zeit aus ihrem Trott.
5.) Aus dem Trott gerissen zu werden, fördert das Nachdenken über das eigene Tun, und sorgt eventuell für eine Neubewertung der Lage.
6.) Aus dem Trott gerissen zu werden hat sich in einigen Fällen auch als hervorragendes Mittel gegen Betriebsblindheit erwiesen.

Als Rücktritt mit der höchsten Güte muss anhand oben aufgeführter Gründe der überraschende Rücktritt von Horst Köhler zählen, der Rücktritt minderer Güte ist der von Roland Koch, da dieser zu lang vorher angekündigt wurde.

III. Rücktrittbrettfahrer
Eine zu baldige Nachahmung durch andere Politiker nach einem Rücktritt erster Güte, ist zwar an sich auch wünschenswert, allerdings geht die ursprüngliche Durchschlagskraft bei zu schneller Nachahmung verloren.
Ein Rücktrittbrettfahrerrücktritt kann in so fern nie die gesellschaftlich-politische Durchschlagskraft des initialen Rücktritts erreichen. Hier bietet sich an, die Rücktritte über größere Zeiträume zu verteilen, da der Bürger sich ansonsten an Rücktritte zu sehr gewöhnt.
Sollten zwei Politiker zeitlich nah beieinander amtsmüde werden, so sollten sie sich zumindest absprechen, um am gleichen Tag zurückzutreten, da ein Doppelrücktritt eine besondere Wirkung besitzt.

IV. Rücktrittswellen
Für Rücktrittswellen muss das gleiche gelten wie für Rücktrittbrettfahrer. Tröpfeln die Rücktritte über ein Jahr verteilt langsam aber zeitlich recht nah vor sich hin, wird die positive Wirkung mit jedem Rücktritt immer geringer.
Kommt es hingegen zu einem zeitlich genau abgestimmten Massenrücktritt verschiedenster Amtsträger, sorgt dies auch für die anhaltende Verblüffung der Medien sowie Politik.
(Um einen Massenrücktritt zu organisieren, kann ein kommissarischer Rücktrittleiter ernannt werden.)


V. Idealer Zeitpunkt für einen Rücktritt
Generell gilt: Wenn man Sie zu einem Rücktritt auffordert, ist der ideale Rücktrittszeitpunkt bereits verstrichen. Versuchen Sie vorher zurückzutreten, am besten zu einem Zeitpunkt, wo alle Ihnen mindestens noch "ganz gute Arbeit" bescheinigen, oder früher.
Lassen Sie sich vom Verstreichen des idealen Zeitpunkts jedoch nicht von einem späteren Rücktritt abhalten. Immerhin ist der Ausdruck "schlechter Rücktritt", wie erwähnt, fast schon ein Widerspruch in sich.

VI. Rücktrittsrecht außerhalb der Politik
Auch Fernsehmoderatoren, Wirtschaftsspitzen, Sportler, Musiker, Formel1-Fahrer und andere Menschen im Licht der Öffentlichkeit haben das Zeug dazu, mit einer gewissen gesellschafts-politischen Durchschlagskraft zurückzutreten.
Ein zurücktretender Fernsehmoderator oder Sänger sorgt dabei jedoch wohl nur für bedingtes Chaos unter seinen Fans, während die Öffentlichkeit selbst wohl nur für einen kleinen Moment ratlos oder verblüfft sein wird.
Personen außerhalb des Lichtes der Öffentlichkeit werden nur ihren engeren Bekanntenkreis mit einem Rücktritt schocken. (Siehe hierzu: "Oma stampft nicht mehr".)

VII. Rücktrittbremse
Eine Rücktrittbremse kann nur in dem Falle von einem Nutzen für die Menschheit sein, indem sie dazu benutzt wird, aus mehreren Rücktrittbrettfahrern einen Doppelrücktritt zu machen, oder aus einer Rücktrittswelle eben einen Massenrücktritt.
Ansonsten sprechen wir uns eher für ein Rücktrittsbeschleunigungsgesetz aus.

27.07.2010

Die Revolution fährt Bötchen

Aus gegebenem Anlass hier der vorläufige Entwurf des Revolutions-Fahrzeuge-Manifests

§1. Jeder muss selber schauen, wie er zur Revolution kommt. Erklärungen wie "Bus verpasst" oder "U-Bahn vor der Nase weggefahren" gelten nicht als hinreichende Entschuldigung, sondern als doofe Ausreden.

§1.1. Doofe Ausreden werden bestraft, wie genau, wissen wir noch nicht.

§2. Schwanen-Bötchen, also Schiffe in Schwanenform, sind nur dann verboten, wenn sie rosa angemalt wurden, was liebesbedürftige Flamingos nur unnötig verwirren würde. Der Schutz der Flamingos liegt uns Linkshirnextremisten besonders am Herzen, siehe Flamingo-Manifest.
§2.1. Wer mit einem in den zugelassenen Farben gehaltenen Schwanen-Bötchen zur Revolution kommt, darf es anschließend behalten.
§2.3 Ausnahmen in der Farbgebung sind zugelassen, wo es keine Flamingos zum Verwirren gibt. Also außerhalb der Tropen und von Zoos praktisch überall.


Das Flaggschiff der Linkshirnextremisten: Panzerkreuzer HARMONY
(mit integrierter Gulaschkanone, Puddingschleuder, Frühaufsteherdiktatoren-Zielautomatik und romulanischer Tarnvorrichtung)



Die Geheimwaffe der Linkshirnextremisten: Warbird ERDBEERSCHNITTCHEN
(hier zu sehen bei Kampfmanövern auf dem Plöner See)

18.07.2010

Katzencontent (bei Warpgeschwindigkeit)

Das Fernsehen wurde erfunden, um Star Trek möglich zu machen; das Internet, um mit Katzencontent gefüllt zu werden. Dieses Fundstück kombiniert die besten Seiten von beidem.

Ode to Spot

Felis Cattus, is your taxonomic nomenclature,
an endothermic quadruped carnivorous by nature?
Your visual, olfactory and auditory senses
contribute to your hunting skills, and natural defenses.

I find myself intrigued by your subvocal oscillations,
a singular development of cat communications
that obviates your basic hedonistic predilection
for a rhythmic stroking of your fur, to demonstrate affection.

A tail is quite essential for your acrobatic talents;
you would not be so agile if you lacked its counterbalance.
And when not being utilized to aide in locomotion,
it often serves to illustrate the state of your emotion.

O Spot, the complex levels of behaviour you display
connote a fairly well-developed cognitive array.
And though you are not sentient, Spot, and do not comprehend,
I nonetheless consider you a true and valued friend.


Lt. Cmdr. Data, in: "Schisms" (Star Trek: The Next Generation, Folge 130)

(Kopiert von hier: http://www.sjtrek.com/trek/ode/ )

10.07.2010

Das Sommerrezept


Bei Temperaturen, die sich denen auf dem Planeten 40 Eridani A II annähern (aber weit höherer Luftfeuchtigkeit), leiden Appetit und linkshirnextremistische Kampfkraft gleichermaßen. Dieses leichte und schmackhafte Gericht sollte jedoch Abhilfe schaffen.

Erdbär-Carpaccio

Zutaten für 2 Portionen:

250 g Erdbärfilet *)
1 EL Olivenöl
1 EL Balsamico
Pfeffer
2 EL Pinienkerne
1 Zweig Zitronenmelisse oder Basilikum

Das Erdbärfilet in feine Scheiben schneiden, leicht in Olivenöl anbraten, abkühlen lassen. Auf je einem flachen Teller blütenförmig drapieren, leicht pfeffern und mit dem Balsamico beträufeln.

Die Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne goldgelb rösten und abkühlen lassen. Mit den Fingern zerdrücken und über das Carpaccio streuen.

Einige Minuten durchziehen lassen. Mit Basilikumblättern oder Zitronenmelisse (je nach Geschmack) anrichten.

*) Da wilde Erdbären mittlerweile selten geworden wird, empfehlen wir, auf Filet aus Erdbärfarmen zurückzugreifen. Erdbärfilet aus artgerechter Haltung erhalten Sie beispielsweise unter dieser Adresse.

PS: Dieses Rezept läßt sich auch als Stachelbär-Carpaccio variieren. Achten Sie dabei jedoch unbedingt darauf, vorher die hochgiftigen Bärenstacheln vollständig zu entfernen.