28.12.2010
Das Fischmanifest
15.12.2010
Das Winterschlafmanifest
§1 Das Menschenrecht auf Winterschlaf ist unteilbar, es zu schützen und das Bett zu bereiten ist Aufgabe aller staatlichen Gewalt.
§2 Wer Winterschlaf verhindert, unterbricht oder verbietet, wird nach der Revolution theoretisch erschossen.
§2.1 Revolutionen während der Winterschlafphase sind verboten!
§3 Bernd und Heinz dürfen beim Winterschlafen nicht mitmachen, sondern haben in dieser Zeit das Internet mit Katzencontent und Ähnlichem zu füllen Damit wird ein produktiver Mehrwert erreicht und alle anderen nach dem Aufwachen haben hübschen "Scheiß" (Marx) zu gucken und zu lesen.
§4 Ein Winterschlaf darf nur unterbrochen werden wenn das Bier alle ist, oder die winterschlafende Person zur Erhaltung der Gesundheit umgelagert werden sollte.
§5 Wer nicht will, der hat schon.
§5.1 Aufwachen für Schnee toll finden und Schneeballschlachten, insgesamt für Aktionen gegen Katzenfeindlichkeit, Frühaufsteher_innendiktatur und alles sonstige Doofe, ist ausdrücklich erlaubt.
§6 Katzen sind von der Winterschlaf-Pflicht ausgenommen, außer sie wollen gern. Für ihre Versorgung sind Bernd und Heinz zuständig. Gleiches gilt für Flamingos.
30.07.2010
Rücktrittsmanifest
I. Allgemeines zu Rücktritten
Rücktritte sind gerade sehr modern, und ähnlich wie die Farbe Schwarz (auch "Gegenpink" genannt) kommen Sie selten aus der Mode, und wenn doch, sind sie schnell wieder IN.
Hierbei ist egal wer zurücktritt, denn der Rücktritt an sich gilt aus linkshirniger Sicht immer als die Krone der politischen Arbeit. Durch mehr Rücktritte von Politikern steigt die Chance von holperigen Amtsnachfolgephasen, welche eine mehr oder weniger lange Phase des Chaos und der Handlungsunfähigkeit versprechen, und somit auch von Diskordiern begrüßt werden dürften.
Genau aus diesen Gründen müssen geordnete Rücktritte, bei denen die politische Nachfolge schon Monate im Voraus feststeht, als die einzige Art der "schlechten Rücktritte" gelten, obwohl der Ausdruck "schlechter Rücktritt" schon in sich kontradiktorisch ist. Niemand sollte gezwungen werden, länger als er mag in der Politik tätig zu sein.
II. Die Güte des Rücktritts
Reziprok zu den Wesensmerkmalen eines "schlechten Rücktritts" (Siehe Römisch I) ist ein Rücktritt als um so besser anzusehen, je überraschender und ungeordneter er vonstatten geht. Dies gilt aus einer Reihe von Gründen:
1.) Staunt der Betrachter und der Zuschauer wundert sich, wenn jemand, der sich in seinem politischen Amt wohl und gut aufgehoben zu finden scheint, plötzlich zurücktritt.
2.) Sorgt ein eventuell entstehendes Machtvakuum für weitere Unterhaltung aus sich selbet, und sorgt mit größerer Wahrscheinlichkeit für eine chaotische Übergangsphase.
3.) Chaotische Übergangsphasen können gut oder schlecht sein, sind aber zumindest immer eine Abwechslung, und manchmal sogar spannend.
4.) Bringt ein überraschender und ungeahnter Rücktritt die anderen Politiker mal ordentlich auf Zack, und reißt sie vielleicht sogar für eine gewisse Zeit aus ihrem Trott.
5.) Aus dem Trott gerissen zu werden, fördert das Nachdenken über das eigene Tun, und sorgt eventuell für eine Neubewertung der Lage.
6.) Aus dem Trott gerissen zu werden hat sich in einigen Fällen auch als hervorragendes Mittel gegen Betriebsblindheit erwiesen.
Als Rücktritt mit der höchsten Güte muss anhand oben aufgeführter Gründe der überraschende Rücktritt von Horst Köhler zählen, der Rücktritt minderer Güte ist der von Roland Koch, da dieser zu lang vorher angekündigt wurde.
III. Rücktrittbrettfahrer
Eine zu baldige Nachahmung durch andere Politiker nach einem Rücktritt erster Güte, ist zwar an sich auch wünschenswert, allerdings geht die ursprüngliche Durchschlagskraft bei zu schneller Nachahmung verloren.
Ein Rücktrittbrettfahrerrücktritt kann in so fern nie die gesellschaftlich-politische Durchschlagskraft des initialen Rücktritts erreichen. Hier bietet sich an, die Rücktritte über größere Zeiträume zu verteilen, da der Bürger sich ansonsten an Rücktritte zu sehr gewöhnt.
Sollten zwei Politiker zeitlich nah beieinander amtsmüde werden, so sollten sie sich zumindest absprechen, um am gleichen Tag zurückzutreten, da ein Doppelrücktritt eine besondere Wirkung besitzt.
IV. Rücktrittswellen
Für Rücktrittswellen muss das gleiche gelten wie für Rücktrittbrettfahrer. Tröpfeln die Rücktritte über ein Jahr verteilt langsam aber zeitlich recht nah vor sich hin, wird die positive Wirkung mit jedem Rücktritt immer geringer.
Kommt es hingegen zu einem zeitlich genau abgestimmten Massenrücktritt verschiedenster Amtsträger, sorgt dies auch für die anhaltende Verblüffung der Medien sowie Politik.
(Um einen Massenrücktritt zu organisieren, kann ein kommissarischer Rücktrittleiter ernannt werden.)
V. Idealer Zeitpunkt für einen Rücktritt
Generell gilt: Wenn man Sie zu einem Rücktritt auffordert, ist der ideale Rücktrittszeitpunkt bereits verstrichen. Versuchen Sie vorher zurückzutreten, am besten zu einem Zeitpunkt, wo alle Ihnen mindestens noch "ganz gute Arbeit" bescheinigen, oder früher.
Lassen Sie sich vom Verstreichen des idealen Zeitpunkts jedoch nicht von einem späteren Rücktritt abhalten. Immerhin ist der Ausdruck "schlechter Rücktritt", wie erwähnt, fast schon ein Widerspruch in sich.
VI. Rücktrittsrecht außerhalb der Politik
Auch Fernsehmoderatoren, Wirtschaftsspitzen, Sportler, Musiker, Formel1-Fahrer und andere Menschen im Licht der Öffentlichkeit haben das Zeug dazu, mit einer gewissen gesellschafts-politischen Durchschlagskraft zurückzutreten.
Ein zurücktretender Fernsehmoderator oder Sänger sorgt dabei jedoch wohl nur für bedingtes Chaos unter seinen Fans, während die Öffentlichkeit selbst wohl nur für einen kleinen Moment ratlos oder verblüfft sein wird.
Personen außerhalb des Lichtes der Öffentlichkeit werden nur ihren engeren Bekanntenkreis mit einem Rücktritt schocken. (Siehe hierzu: "Oma stampft nicht mehr".)
VII. Rücktrittbremse
Eine Rücktrittbremse kann nur in dem Falle von einem Nutzen für die Menschheit sein, indem sie dazu benutzt wird, aus mehreren Rücktrittbrettfahrern einen Doppelrücktritt zu machen, oder aus einer Rücktrittswelle eben einen Massenrücktritt.
Ansonsten sprechen wir uns eher für ein Rücktrittsbeschleunigungsgesetz aus.
23.04.2010
Biermanifest
Linkshirnextremisten haben natürlich nichts gegen Bier, im Gegenteil. Da wir aber gegen deutsch ebensoviel haben wie dagegen, unseren Bierkonsum auf einen einzigen Tag im Jahr zu beschränken, ist mal wieder ein Manifest fällig.
§1 Natürlich gibt es auch gutes, sogar köstliches Bier aus Deutschland.
§1.1 [Wegen allzu unsubtiler Schleichwerbung gestrichen.]
§1.2 Ebenso gibt es untrinkbare Flüssigkeiten, die vermutlich nur deshalb noch als "Bier" verkauft werden dürfen, weil die Verbraucherschutzverbände von den Herstellern bekannter Punkerbrausemarken und bayrischen Weiß"bier"fabrikanten mit großen Gratiskontingenten bestochen werden.
§2 Gutes, sogar köstliches Bier gibt es aber auch woanders.
§2.1 Guckt zum Beispiel mal bei Google Maps nach "Pilsen".
§2.2 Oder macht mal eine Geschmacksknospenbildungsreise nach Prag.
§2.3 Und sogar Guiness kann manchmal ganz lecker sein.
§3 In Deutschland erfunden wurde das Bier schon mal gar nicht. Die ersten Belege für Bier sind aus Mesopotamien und Ägypten bekannt.
§3.1 Zeugen, die Auskunft über die damalige Bierqualität geben könnten, sind allerdings samt und sonders nicht mehr am Leben.
§3.2 Das sollte mißtrauisch machen.
§4 Linkshirnextremisten scheißen aus den genannten Gründen auf den "Tag des deutschen Bieres".
§4.1 Wir trinken Bier, wann es uns paßt und schmeckt.
§4.2 Und halten uns dabei nicht an national bornierte Grenzen, sondern lassen uns von unserem hochentwickelten Geschmackssinn leiten.
§4.3 Unsäglichkeiten wie Berliner Weiße oder Altbierbowle sind ein Fall für den Bierschutzverein.
§4.3.1 Alster eigentlich auch, unterliegt an heißen Tagen aber einer Ausnahmegenehmigung.
§5 Unser höchster Feiertag ist der Internationale Kampftag des Bieres.
§5.1 Auch dieser findet statt, wann immer es uns paßt und schmeckt.
§6 Prost!
22.04.2010
Linkshirnextremismus deine Witze, ein Manifest
15.04.2010
Phobiemanifest 0.0.0.1.0.1
§1.1 Das schließt Flamingophobie, Elurophobie und Enophobie aus.
§1.1.1 Die Absage an Flamingophobie, Elurophobie und Enophbobie schließt die Forderung nach Flamingophilie, Elurophilie und Enophilie ein.
§2 Die Macht der Frühaufsteherdiktatur zeigt sich darin, dass es keine Phobie vor Weckerklingeln und/oder früh aufstehen sowie Montagen gibt.
§2.1 Da haben wir was gegen.
§2.2 Nach der linkshirnextremistischen Revolution wird es ebenjene Phobien geben.
§3 Besondere Solidarität gilt den Betroffenen der der Epistemophobie, sowie der Erythrophobie, weil die einen unsere Manifeste nicht lesen und die anderen unseren Blog nicht angucken können.
14.04.2010
Manifestmanifest
§2 Selbstverständlich auch dieses.
28.02.2010
Katzencontent-Manifest
Katzencontent ist grundsätzlich erlaubt, wenn er lustig ist. Im Einzelfall darf der Katzencontent-Beauftragte solchen Content trotzdem verbieten, wenn auf Antrag einer absoluten Minderheit weit hergeholte Einwände oder abstruse Ideen geltend gemacht werden, oder aus reiner Willkür.
Katzencontent, der nicht schon lustig, aber niedlich ist, ist grundsätzlich verboten, kann aber im Einzelfall durch den Katzencontent-Beauftragten erlaubt werden, besonders dann, wenn ein ergebnisloser Streit darüber ausgetragen wurde (gültig sind auch Streits mit dem Katzencontent-Beauftragten).
Auf Twitter wird Katzencontent einheitlich mit #LOLCat gekennzeichnet, wenn die lustige Variante vorliegt.
LOLDogs sind kein Katzencontent und mangels Originalität strikt verboten! Außerdem zeichnet sich der Linkshirnextremist dadurch aus, dass er sich bevorzugt mit Lebewesen umgibt, die ihn nicht kriecherisch anhimmeln, sondern ihm bei jeder sich bietenden Gelegenheit oder sonst, wenn es gerade zeitlich nicht passt, widersprechen oder ihm ein Schnippchen schlagen. Hunde sind in der Regel keine solchen Lebewesen, Katzen immer.
Unstreitig erlaubt sind Bilder von icanhascheezburger. Ausnahme: der Witz ist nicht lustig. Gegenausnahme: LOLRus.
Bei Katzenvideos überwiegt meist die niedliche Komponente, es spricht also keine Vermutung für ihre Zulässigkeit. Anders dann, wenn der Katzencontent geeignet ist, den irrationalen Wunsch nach der Anschaffung einer Katze hervorzurufen, etwa dies, dies oder dies.
Ziel der Verbreitung von Katzencontent ist, die Macht der Katzen auch politisch zu festigen. Katzenherrschaft wäre zwar willkürlich und ungerecht, ist aber trotzdem erstrebenswert und letztlich unumgänglich. Wer keinen Katzencontent mag, erhält auf Anfrage eine Liste guter Therapeuten.
Entscheidungen des Katzencontent-Beauftragten sind unanfechtbar und höchstens im Handgemenge oder bei Androhung körperlicher Gewalt oder mittelschweren Beleidigungen bzw. fortgeschrittenen Flüchen gegenstandslos.