11.04.2011

Antimanifest

§1
Frühaufstehen ist total cool, man hat einfach mehr vom Tag.
§1.1
Die Revolution wird morgens früh stattfinden und vor Einbruch der Dunkelheit beendet sein müssen, da der gemeine Revolutionär spätestens in der Dämmerung an seinem verdienten Rausch arbeitet und dann nur noch sehr schlecht trifft.

§2
Feminismusdebatten sind so lange erlaubt, bis die Argumente katholizistische Züge annehmen.
§2.1
Wer einvernehmlichen Spaß mit eigenen und fremden Geschlechtsteilen moralisiert oder politisiert, wird mit 24 Stunden Zwangsangucken von Dolly Buster- und Rocco Siffredi-Filmen gefoltert gelockert.
§2.2
Wer bei der in §2.1 genannten Einvernehmlichkeit Kinder mit einschließt, wird vor der Revolution theoretisch erschossen bzw. nach der Revolution erschossen.

§3
Science-Fiction-Filme (mit Raumschiffen) werden spätestens nach der Revolution verboten; es ist verstärkt daran zu arbeiten, dass dies schon vor der Revolution geschieht. Science-Fiction-Filme (mit Raumschiffen) wecken bei Wissenschaftlern und Politikern den naiven Wunsch, das All zu erobern, was ausgemachter hanebüchener Käse und kontrarevolutionär ist. Das in der Raumfahrt verplemperte Geld könnte man viel besser für soziale, ökologische oder kulturelle Projekte bzw. für die Revolution nutzen.
§3.1
Außerdem sind Science-Fiction-Filme (mit Raumschiffen) totlangweilig.

§4
Osama Bin Laden ist und bleibt tot.

§5
Katzen-Content lenkt von der Revolution ab und verweichlicht den Revolutionär / die Revolutionärin. Ausnahmen bilden Abbildungen von bewaffneten Katzen.

§6
Wurstkuchen geht gar nicht.

§7
Gültigkeit und Verbindlichkeit des Farbmanifestes bleiben unabhängig von Modeerscheinungen bis in alle Ewigkeiten und in allen Universen bestehen.

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