27.07.2010

Die Revolution fährt Bötchen

Aus gegebenem Anlass hier der vorläufige Entwurf des Revolutions-Fahrzeuge-Manifests

§1. Jeder muss selber schauen, wie er zur Revolution kommt. Erklärungen wie "Bus verpasst" oder "U-Bahn vor der Nase weggefahren" gelten nicht als hinreichende Entschuldigung, sondern als doofe Ausreden.

§1.1. Doofe Ausreden werden bestraft, wie genau, wissen wir noch nicht.

§2. Schwanen-Bötchen, also Schiffe in Schwanenform, sind nur dann verboten, wenn sie rosa angemalt wurden, was liebesbedürftige Flamingos nur unnötig verwirren würde. Der Schutz der Flamingos liegt uns Linkshirnextremisten besonders am Herzen, siehe Flamingo-Manifest.
§2.1. Wer mit einem in den zugelassenen Farben gehaltenen Schwanen-Bötchen zur Revolution kommt, darf es anschließend behalten.
§2.3 Ausnahmen in der Farbgebung sind zugelassen, wo es keine Flamingos zum Verwirren gibt. Also außerhalb der Tropen und von Zoos praktisch überall.


Das Flaggschiff der Linkshirnextremisten: Panzerkreuzer HARMONY
(mit integrierter Gulaschkanone, Puddingschleuder, Frühaufsteherdiktatoren-Zielautomatik und romulanischer Tarnvorrichtung)



Die Geheimwaffe der Linkshirnextremisten: Warbird ERDBEERSCHNITTCHEN
(hier zu sehen bei Kampfmanövern auf dem Plöner See)

18.07.2010

Katzencontent (bei Warpgeschwindigkeit)

Das Fernsehen wurde erfunden, um Star Trek möglich zu machen; das Internet, um mit Katzencontent gefüllt zu werden. Dieses Fundstück kombiniert die besten Seiten von beidem.

Ode to Spot

Felis Cattus, is your taxonomic nomenclature,
an endothermic quadruped carnivorous by nature?
Your visual, olfactory and auditory senses
contribute to your hunting skills, and natural defenses.

I find myself intrigued by your subvocal oscillations,
a singular development of cat communications
that obviates your basic hedonistic predilection
for a rhythmic stroking of your fur, to demonstrate affection.

A tail is quite essential for your acrobatic talents;
you would not be so agile if you lacked its counterbalance.
And when not being utilized to aide in locomotion,
it often serves to illustrate the state of your emotion.

O Spot, the complex levels of behaviour you display
connote a fairly well-developed cognitive array.
And though you are not sentient, Spot, and do not comprehend,
I nonetheless consider you a true and valued friend.


Lt. Cmdr. Data, in: "Schisms" (Star Trek: The Next Generation, Folge 130)

(Kopiert von hier: http://www.sjtrek.com/trek/ode/ )

10.07.2010

Das Sommerrezept


Bei Temperaturen, die sich denen auf dem Planeten 40 Eridani A II annähern (aber weit höherer Luftfeuchtigkeit), leiden Appetit und linkshirnextremistische Kampfkraft gleichermaßen. Dieses leichte und schmackhafte Gericht sollte jedoch Abhilfe schaffen.

Erdbär-Carpaccio

Zutaten für 2 Portionen:

250 g Erdbärfilet *)
1 EL Olivenöl
1 EL Balsamico
Pfeffer
2 EL Pinienkerne
1 Zweig Zitronenmelisse oder Basilikum

Das Erdbärfilet in feine Scheiben schneiden, leicht in Olivenöl anbraten, abkühlen lassen. Auf je einem flachen Teller blütenförmig drapieren, leicht pfeffern und mit dem Balsamico beträufeln.

Die Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne goldgelb rösten und abkühlen lassen. Mit den Fingern zerdrücken und über das Carpaccio streuen.

Einige Minuten durchziehen lassen. Mit Basilikumblättern oder Zitronenmelisse (je nach Geschmack) anrichten.

*) Da wilde Erdbären mittlerweile selten geworden wird, empfehlen wir, auf Filet aus Erdbärfarmen zurückzugreifen. Erdbärfilet aus artgerechter Haltung erhalten Sie beispielsweise unter dieser Adresse.

PS: Dieses Rezept läßt sich auch als Stachelbär-Carpaccio variieren. Achten Sie dabei jedoch unbedingt darauf, vorher die hochgiftigen Bärenstacheln vollständig zu entfernen.

25.05.2010

Katzencontent (vielleicht)

Anläßlich des heutigen Handtuchtags soll an dieser Stelle eine berühmte Nebenfigur aus "Dirk Gently's Holistic Detective Agency" gewürdigt werden.




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23.05.2010

rotfront remmidemmi

oder: wir wolln nur was erleben...

19.05.2010

Sicherheitsmanifest

1. Die Linkshirnextremisten warnen: In unmittelbarer Zukunft ist mit dem vermehrten Inumlaufbringen verfälschter und nachgemachter linkshirnextremistischer Blogs zu rechnen.

2. Dahinter steckt eine kriminelle weltvorlinkshirnextremistenrettende Vereinigung, der selbsternannte "Verfassungsschutz". (Genaueres erfahren Sie unter diesem Link.)

3. Wer linkshirnextremistische Blogs oder Manifeste fälscht oder nachmacht oder verfälschte oder nachgemachte linkshirnextremistische Blogs oder Manifeste in Umlauf bringt, gehört mit Verbannung dahin bestraft, wo die Frühaufsteher wachsen mit theoretischer Erschießung bestraft.

3.1 Im Fall besonders schlechter Fälschungen kann die Strafe in eine Aberkennung sämtlicher Pensionsansprüche abgemildert werden.

4. An welchen Merkmalen können Sie echte von gefälschten linkshirnextremistischen Blogs und Manifesten unterscheiden?

4.1 Die Adresszeile zeigt die URL http://linkshirnextremisten.blogspot.com/ an.

4.2 Der Katzencontent wird regelmäßig aktualisiert.

4.3 Staatsfeindliche Inhalte zeichnen sich durch Unflätigkeit und Unseriosität aus.

4.4 Nur echt mit der Erdbeere.

17.05.2010

Ausnahmsweise: DogContent

Natürlich: Linkshirnextremistischer DogContent

08.05.2010

Abspack-Manifest

§1 Grundsätzlichkeit der Tanzfreiheit
Grundsätzlich finden auch wir Linkshirnextremist_Innen, dass es jedem frei steht, zu tanzen wie er will, weil auch der Tanz ein Ausdruck der Freiheit der Person ist.

§2 Besonderer Schutz des Abspackens
Das sogenannte "Abspacken" sollte aber unter besonderem Schutz stehen, da es eine besonders freie Form des freien Ausdrucks der Freiheit der Person ist, weil es direkt aus dem Inneren der abspackenden Person stammt und somit in seiner Freiheit besonders frei ist.

§3 Nachgemachtes Abgespacke
Menschen die Menschen nachmachen, die abspacken, drücken damit nicht ihre eigene Individualität aus, sondern haben das Ziel die abspackenden Leute lächerlich zu machen, oder sich auf deren Kosten zu amüsieren. Das lehnen wir ab. Da kann man ja auch gleich Namenswitze machen.

§4 Choreografiertes Abgespacke
Menschen die zwar scheinbar sichtlich abspacken, dies jedoch vorher einstudiert haben, was an uhrwerkartig vorhersehbaren Wiederholungen ersichtlich ist, spacken nicht wirklich ab, sondern tun nur so.
Obwohl es sich hierbei nicht um sogenanntes "nachgemachtes Abgespacke", wie in §3 beschrieben, handelt, sehen wir den Trend zu choreografiertem Abgespacke generell mit Sorge, obwohl auch choreografiertes Abgespacke generell von der Freiheit des Tanzes abgedeckt ist.

§5 Die Notwendigkeit von Rythmus
a.) Es steht jedem Menschen frei, sich auszusuchen ob er sich auf den Beat, die Bassspur, auf den Gesang oder sonst ein Merkmal der Musik, zu der er tanzt, bewegt. Die Ausführung dieser Bewegung unterliegt auch der vollsten Kontrolle der abspackenden Person. Wir Linkshirnextremist_Innen halten es jedoch für wünschenswert, dass der betanzte Teil der Musik auch in den Bewegungen des Abspackenden wiederzuerkennen ist.
b.) Es ist hierbei nicht erforderlich, dass direkt auf den Rythmus getanzt wird, auch der Offbeat-Rythmus erfüllt die Erfordernisse. Ein gewisses Rythmusgefühl sollte in den Bewegungen des abspackenden Tanzenden jedoch erkannt werden können. Immerhin lernt man schon in Grundschulen oder Kindergärten, wie man auf einen Takt klatscht. So schwer sollte das also nicht sein.
c.) Ergibt das rythmusferne Abgespacke eines Tänzers einen gewissen optisch-künstlerischen Gesamteindruck, so ist dies zwar nicht direkt mit dem Gebot der Notwendigkeit des Rythmus, wie in §5a und $5b beschrieben, vereinbar, soll aber doch als besonders individueller Ausdruck der Tanzfreiheit verstanden werden, und ist somit positiv zu betrachten.

§6 Grundkontrolle des eigenen Körpers
Fehlt einem abspackenden Tänzer die Grundkontrolle seines eigenen Körpers beim Abspacken so sehr, dass er ständig Gefahr läuft andere Tänzer unabsichtlich zu verletzen, so sollte er zum Wohl der anderen tanzenden Abspacker davon Abstand nehmen, auf einer vollen Tanzfläche tanzen zu wollen.

§7 Charakterliche Eignung zum Tanzen
a.) Ist ein tanzender Abspacker bei seinem Tanz auf der Tanzfläche vorrangig darauf aus, andere abspackende Tänzer zu verletzen oder zu nerven, muss er als charakterlich ungeeignet zum Tanzen gelten, und sollte der Tanzfläche fernbleiben.
b.) Obwohl z.B. Pogo ein individuellerer Tanzausdruck als z.B. Discofox ist, kann aus ethisch-moralischen Gründen keiner der beiden Tanzstile generell bevorteilt werden. Pogende Leute sollten also besser nur in andere pogende Leute pogen, und nicht die Discofoxler absichtlich umrennen, so sehr diese sie auch nerven mögen.
Pogen die pogenden Leute doch Discofoxler um, gilt §7a.

§8 Alternative Tanzflächennutzung
a.) Die Tanzfläche ist zum Tanzen da, gerne auch zum Abspacken, weil es sich hierbei um eine Unterform des Tanzens handelt. Eine alternative Nutzung ist nicht wünschenswert.
b.) Die Tanzfläche ist nicht dazu gedacht, damit zwei Besoffene, mit Bier und Zigarette in der Hand, sich brüllend darauf zu unterhalten versuchen.
c.) Die Tanzfläche ist nicht dazu gedacht, mit dem Handy zu telefonieren.
d.) Die Tanzfläche ist nicht dazu gedacht, miteinander Sex zu haben. Jedenfalls nicht in den meisten Lokalitäten.
e.) Die Tanzfläche ist nicht dafür gedacht, planlos auf ihr herumzustehen, und "Elfrieeeede!!! Elfrieeeede Wo Bist Du??" zu rufen.


§9 Gogotanzen ist suspekt
a.) Das Tanzen von sogenanntem Gogo betrachten Linkshirnextremist_Innen mit Mißtrauen, da der sogenannte "Tanz von Gogo" als prinzipiell dazu geeignet gelten muss, den Tänzer oder die Tänzerin des Gogo sexuell zu objektifizieren.
b.) Trotzdem ist das freiwillige Tanzen von Gogo natürlich ein Ausdruck der Freiheit des Tanzes der Person, und muss somit erlaubt bleiben.
c.) Kontrolliertes Abspacken eignet sich hervorragend zum Tanzen von Gogo.
d.) Discofox und Pogo eignen sich eher nicht.
e.) Das Tanzen von Gogo in der Gothicszene gewidmeten Tanz- und Abspsacklokalitäten, ist mit sehr vielen stilistischen Fußangeln verbunden, und sollte unterlassen werden. Die extrovertiertesten Exemplare der Gothicszene neigen zu Gogotanz, leider aber auch zu einem Kleidungsstil, der Gogotanz unmöglich macht, oder ihn zumindest dämlich aussehen lässt. Es passen nur eine gewisse Anzahl Reifröcke in einen kleinen Käfig.
f.) Menschen die ein mittleres Gewicht stark überschreiten, sollten nicht auf Boxen oder Tischen tanzen, die nicht dafür ausgelegt sind, mehrere Zentner sich bewegenden Gewichts auch auszuhalten. Oft können diese Personen auf Gogotanzstellen zu ebener Erde ausweichen, und das sollten sie auch tun.

04.05.2010

Namenswitze-Manifest

I. Generelles

1.) Namenswitze sind doof und kindisch und werden von Linkshirnextremist_Innen abgelehnt.

2.) Namen legt man sich in den seltensten Fällen selbst zu, und meistens wurden alle Witze über den Namen eines erwachsenen Menschen bereits in seiner Schulzeit gemacht.

3.) Allein schon durch die, aus den in Artikel I Absatz 2 enthaltenen Wahrheiten hervorgehenden Implikationen, sind somit die meisten Witze über Namen chronisch unlustig, weil sie naheliegend sind und sich aufdrängen.

4.) Namenswitze abzulehnen, hat somit nicht primär etwas damit zu tun, die potenziell zu bewitzelnde Person mit mehr Respekt zu behandeln, sondern weil Namenswitze generell schon nicht witzig sind.

5.) Auch wenn gewisse Personen des öffentlichen Lebens potentiell witzige Namen haben, und aus linkshirnextremistischer Sicht keinen (oder nur wenig) Respekt verdienen, ist es unter der Würde von Linkshirnextremist_Innen, naheliegende Namenswitze zu machen.

6.) Jemanden an die Hänseleien seiner Schulzeit zu erinnern, erachten wir als in höchstem Maße unfair.

II. Ausnahmen

1.) Namenswitze, die auf dem Namen von Organisationen oder Firmen basieren, sind weiterhin erlaubt, weil Organisationen und Firmen sich nicht an ihre Schulzeit erinnern können.

2.a) Durch eigenverschuldete Defizite oder Errungenschaften erworbene Spitznamen sind auch bei Personen weiterhin erlaubt, weil sie kein plattes Wortspiel sind, sondern eine Meinungsäußerung darstellen.

2.b) "Westerwave", "Blockierse Thierse" und "Zensursula" sind also weiterhin erlaubt, weil sie wie in Artikel II Absatz 2.a beschrieben auf den eigenverschuldeten Defiziten oder Errungenschaften der bezeichneten Personen fußen.

2.c) "Schwesterwelle" bleibt verboten, weil es auf die Homosexualität des Bezeichneten anspielt, und Homosexualität ist weder eine Errungenschaft noch ein Defizit.

III. Weiterführendes

1.a) In weiteren Manifesten kann das Verhalten gegenüber sogenannten "Aussehenswitzen" festgelegt sein.
Obwohl Roland Koch aussieht, wie er aussieht, kann er kaum etwas dafür. Darüber sollte man keine Witze machen.

1.b) Dass er ist, wie er ist, ist seine Schuld, daher darf man darüber Witze machen.

30.04.2010

Verhaltenstips für den 1. Mai

Dank der unermüdlichen Aufklärungsarbeit der Presse und der Polizei ist die Öffentlichkeit gewarnt: Am morgigen 1. Mai werden wieder kinderfressende linke Chaoten raubend, mordend und brandschatzend durch die Städte ziehen (siehe Bild 1). Möglicherweise wollen sie sogar weinende Nazis durch die Straßen jagen.


Abb.1: Terror-Aufruf

Wir raten daher allen, die es morgen nicht vermeiden können, das Haus zu verlassen, dies zum eigenen Schutz nur in größeren Gruppen zu tun (siehe Abb. 2)


Abb.2: So machen Sie es richtig. (Quelle: flickr/kellerabteil)

Offizielles Getränk der Revolution

28.04.2010

Freitagstexter: Die Siegerehrung

Trommelwirbel, Tusch (wahlweise auch die ersten Takte von "Also sprach Zarathustra") ... - es ist soweit: Die feierliche Übergabe des Freitagstexter-Pokals an den frischgekürten Sieger.

Zunächst aber erst einmal neben dem Dank an alle Teilnehmer ein erneutes Lob der Prokrastination: Die Hälfte der Beiträge trudelte in den letzten zwei Tagen ein, so daß die Entscheidung am Ende doch noch sehr schwer und sehr eng wurde. Aus diesem Grund wurden gleich zwei dritte Plätze vergeben: Kopf an Kopf liegen

mo mit
nachdem die braut von der engen beziehung ihres verlobten zu ihrer besten freundin erfuhr, überarbeitete sie noch einmal das dekorationskonzept der hochzeit.

und sanczny mit dem kurz vor dem 1. Mai naheliegenden Beitrag
Ein Linksruck geht durch das floristische Berlin: Subversive Regale bringen den Blumenhandel zum Erliegen

Auch bei Platz 2 fiel die Entscheidung schwer, deshalb gibt es auch zwei Silbermedaillen. Diese gehen an den allerersten und an den auf-allerletzten-Drücker- Teilnehmer, nämlich

Michael
Der letzte Porzellanladen hatte sich dem Druck von "auf alles 20% Praktiker/Obi" beugen müssen. Traurig trottete der Elephant in den kleinen Blumenladen an der Ecke...
- hiermit wird insbesondere die Verknüpfung von knallharter Kapitalismuskritik und Tiercontent gewürdigt -

sowie an

order_by_rand
Imam behält recht. Schäden der Aktion Boobquake größer als befürchtet.
für das ausgelöste Zwerchfellbeben und die Aktualität des Beitrags, auch wenn die Aktion Boobquake möglicherweise nicht jedem ein Begriff ist.

Am Ende fiel die Entscheidung für den Sieger aber dann doch sehr leicht, denn dieser erzielte unübertroffene Werte auf dem Rofl-O-Meter. Hinter dem auf den ersten Blick unscheinbaren Post von

marax79
http://twitpic.com/1iqhz5
verbarg sich nämlich folgendes:


(was außerdem einen Extrapunkt für das Layout verdient).

Herzlichen Glückwunsch also an den hochverdienten Sieger, und hier ist dein Pokal. Schön drauf aufpassen und nicht fallenlassen! (Und teile uns bitte baldmöglich mit, wo er das nächste Mal vergeben wird, da sich hinter deinem Link offenbar kein Blog verbirgt.)

27.04.2010

Kurze Störung

Bitte später wiederkommen. Für Detailverliebte: Anscheinend gibts ein Problem bei Blogspot, das dazu  führt, dass derzeit einzelne Blogseiten nicht direkt angesteuert werden können. Wir sind sicher, dass es bald behoben sein wird und ruhen uns solange für die Revolution aus.
Entwarnung: Die Störung konnte behoben werden, mit der Revolution kann es nun nicht mehr lange dauern. Wie ja auch unser Mit-Linkshirnextremist Pantoffelpunk gerade sehr schön begründet hat.

23.04.2010

Biermanifest

Wie sicher niemandem entgangen sein dürfte, war heute nicht nur Freitagstexterfreitag, der Tag eines legendären 6:1 von St. Pauli gegen Koblenz und Welttag des Buchs völlig überholten und überflüssigen Holzmediums, sondern auch der "Tag des deutschen Bieres".
Linkshirnextremisten haben natürlich nichts gegen Bier, im Gegenteil. Da wir aber gegen deutsch ebensoviel haben wie dagegen, unseren Bierkonsum auf einen einzigen Tag im Jahr zu beschränken, ist mal wieder ein Manifest fällig.

§1 Natürlich gibt es auch gutes, sogar köstliches Bier aus Deutschland.
§1.1 [Wegen allzu unsubtiler Schleichwerbung gestrichen.]
§1.2 Ebenso gibt es untrinkbare Flüssigkeiten, die vermutlich nur deshalb noch als "Bier" verkauft werden dürfen, weil die Verbraucherschutzverbände von den Herstellern bekannter Punkerbrausemarken und bayrischen Weiß"bier"fabrikanten mit großen Gratiskontingenten bestochen werden.

§2 Gutes, sogar köstliches Bier gibt es aber auch woanders.
§2.1 Guckt zum Beispiel mal bei Google Maps nach "Pilsen".
§2.2 Oder macht mal eine Geschmacksknospenbildungsreise nach Prag.
§2.3 Und sogar Guiness kann manchmal ganz lecker sein.

§3 In Deutschland erfunden wurde das Bier schon mal gar nicht. Die ersten Belege für Bier sind aus Mesopotamien und Ägypten bekannt.
§3.1 Zeugen, die Auskunft über die damalige Bierqualität geben könnten, sind allerdings samt und sonders nicht mehr am Leben.
§3.2 Das sollte mißtrauisch machen.

§4 Linkshirnextremisten scheißen aus den genannten Gründen auf den "Tag des deutschen Bieres".
§4.1 Wir trinken Bier, wann es uns paßt und schmeckt.
§4.2 Und halten uns dabei nicht an national bornierte Grenzen, sondern lassen uns von unserem hochentwickelten Geschmackssinn leiten.
§4.3 Unsäglichkeiten wie Berliner Weiße oder Altbierbowle sind ein Fall für den Bierschutzverein.
§4.3.1 Alster eigentlich auch, unterliegt an heißen Tagen aber einer Ausnahmegenehmigung.

§5 Unser höchster Feiertag ist der Internationale Kampftag des Bieres.
§5.1 Auch dieser findet statt, wann immer es uns paßt und schmeckt.

§6 Prost!

22.04.2010

Freitagstexter



Wieder einmal ein grandioser Erfolg des Linkshirnextremismus auf seinem unaufhaltsamen Siegeszug um die Welt: Wir (in Person der amtierenden Manifestmanifestbeauftragten Broca-Areal) haben den Freitagstexter gewonnen, der letzte Woche von Impactsuspect veranstaltet wurde.
Somit liegt nun die Verantwortung für die Weitergabe des altehrwürdigen Wanderpokals in unseren unzuverlässigen Händen. Ist aber zum Glück gar nicht schwer:

Da unten seht ihr ein mit viel Liebe und Sorgfalt ausgewähltes Bild. Euer Teil ist es nun, eine passende oder unpassende, gereimte, ungereimte oder sonstwie geartete Bildunterschrift zu finden (und diese mittels der hierfür vorgesehenen Kommentarfunktion auch mitzuteilen). Mehrfachvorschläge sind erlaubt und erwünscht, Einsendeschluß ist Mittwoch, 12 Uhr - und zwar, als kleine Abweichung vom üblichen Reglement, 12 Uhr Mitteleuropäische Normalzeit*. Wir lassen uns schließlich nicht von der Frühaufsteherdiktatur auf der Nase rumtanzen!

Am Mittwoch entscheiden wir dann mittels heftigen Flügelkämpfen, per Abstimmung oder schlichter Autokratie der amtierenden Manifestmanifestbeauftragten, welcher Beitrag der treffendste, schrägste, linkshirnextremste, lachkrampfauslösendste - kurzum: der preiswürdigste ist. Der Sieger oder die Siegerin erhält dann nicht nur einen formschönen Pokal, sondern auch den Auftrag, das Ganze dann ab nächsten Freitag bei sich im Blog stattfinden zu lassen. Wer keinen Blog hat, darf natürlich auch teilnehmen und möge im Fall eines Sieges einen Blog seiner oder ihrer Wahl um Asyl bitten.

Eine Übersicht der bisherigen Sieger gibt es unter diesem Link.

In linkshirnextremistischer Sache: Da dies hier ein Kollektivblog ist, habe ich überlegt, ob auch Linkshirnextremisten teilnehmen dürfen. Nach eingehender Beratung via Twitter lautet die salomonische Lösung: Erstmal nicht, wenn aber die Beteiligung bis Dienstag sehr zu wünschen übriglässt, dann ja.** Auf jeden Fall zählt bei der Entscheidung einzig und allein die Qualität der Beiträge, großes Linkshirnextremistenehrenwort.

UPDATE: Wir schreiben Dienstag, den 27.4., und bisher haben sich sieben acht Beiträge angesammelt. Nicht, daß die nicht schön wären, aber ein bißchen mehr Qual der Wahl wäre natürlich schöner. Daher dürfen sich jetzt auch linkshirnextremistische Mitblogger in den Endspurt einmischen. Alle anderen sind natürlich ebenfalls weiterhin aufgefordert, ihr Kreativstes zu geben.

*Also dann, wenn auf euren Uhren fälschlicherweise 13 Uhr steht.
**Die meisten hier sind ja multiple Persönlichkeiten mit mindestens noch einem weiteren Blog, so daß im Fall des Falles der Gedanke des Wanderpokals darunter nicht leiden würde.


Nun aber zur Hauptsache, dem zu kommentierenden Bild:



DURCHSAGE: Hier geht's zur Siegerehrung.

Linkshirnextremismus deine Witze, ein Manifest

§1 Linkshirnextremisten und Linkshirnextremistinnen machen grundsätzlich nur gute Witze.
§1.1 Witze über Randgruppen sind meistens nicht wirklich witzig. Allerdings gibt es Ausnahmen: katholische Bischöfe, SPD-WählerInnen oder Steuerberater gehören dazu.

§2 Witze, die älter als 5 Re-Tweets sind verlieren ihr humoristisches Potential exponentiell mit jedem weiteren Tweet. Spätestens beim Faktor 12 ist es vorbei.

§3 Humor ist wenn man trotzdem lacht.

§4 Leute als »Nazi« zu bezeichnen ist generell nicht witzig, sondern falsch. Es sei denn es sind Nazis, dann ist es aber traurig. Wer Nazi ist entscheidet im Zweifelsfall eine paritätisch besetzte Kommission.

15.04.2010

Liebeserklärung an alle Linkshirnextremistinnen I

Egal, was ich sagen möchte, meistens hat es jemand anders schon besser gesagt, als ich es selbst je könnte. In diesem Fall "Heiter bis Wolkig"



:-*

Phobiemanifest 0.0.0.1.0.1

§1 Wir alle haben Phobien.
§1.1 Das schließt Flamingophobie, Elurophobie und Enophobie aus.
§1.1.1 Die Absage an Flamingophobie, Elurophobie und Enophbobie schließt die Forderung nach Flamingophilie, Elurophilie und Enophilie ein.

§2 Die Macht der Frühaufsteherdiktatur zeigt sich darin, dass es keine Phobie vor Weckerklingeln und/oder früh aufstehen sowie Montagen gibt.
§2.1 Da haben wir was gegen.
§2.2 Nach der linkshirnextremistischen Revolution wird es ebenjene Phobien geben.

§3 Besondere Solidarität gilt den Betroffenen der der Epistemophobie, sowie der Erythrophobie, weil die einen unsere Manifeste nicht lesen und die anderen unseren Blog nicht angucken können.

14.04.2010

1. Entwurf: Männermanifest

§ 1. Wie Katzen, Flamingos, weichgekochte Frühstückseier und Rotwein haben auch Männer ein Recht darauf, zu existieren
§ 1.1. Außer sie nerven, zum Beispiel durch das Verschicken von Spam, hartnäckigem Frühaufsteherterror oder sonstigen unlinkshirnextremistischen Aktivitäten, wegen denen sie zur Strafe nach der Revolution theoretisch erschossen werden können.

§ 2. Männern wie Frauen ist es verboten, anderen Leuten auf die Nerven zu gehen. Dazu zählt es auch, Sätze zu äußern, die mit "Ich als Frau (und Mutter)..." oder "Ich als Mann (und Vater)..." beginnen.

§ 3. Männerdiskriminierung gehört sich nicht und ist deswegen verboten. Als Diskriminierung des männlichen Geschlechts oder derjenigen, die sich dazuzählen, gilt es ganz ausdrücklich nicht, wenn sich jemand, egal ob Mann, Frau oder Flamingo, über Shortsträger, Ballonmützenträger, Sandalenträger oder Goldkettchenträger lustig macht.

###wird fortgesetzt###

Manifestmanifest

§1 Als orthodoxe Undogmatiker lehnen wir Linkshirnextremisten einengende Manifeste grundsätzlich ab.
§2 Selbstverständlich auch dieses.

07.04.2010

Unser Verhältnis zu Hippies, Polizei und Gewalt

Da eine theoretische Bewaffnung, Gewaltverherrlichung und am Ende die Revolution mit Hippies und ihrer grundsätzlichen Ablehnung von Gewalt einfach nicht zu machen ist, lehnen Linkshirnextremisten Hippies ab.

Ganz anders sind da die deutschen Polizeibeamten, die Gewalt in der Regel nicht ablehnen oder sie sogar ganz dufte finden - leider verkloppen sie jedoch im Normalfall keine Nazis, Außenminister, Wirschaftsbosse oder Schlagerfuzzis sondern Linkshirnextremisten. Darum lehnen wir selbstverständlich auch Polizeibeamte ab.

Die folgende Kapelle hat diese Geisteshaltung bereits vor der Gründung der Linkshirnextremisten erfasst und musikalisch sowie visuell in Szene gesetzt, wofür ihr nachträglich der Orden "Held der Musik" verliehen werden sollte:



Wer ist hier der oder die Ordenverleihungsbeauftragte?

01.04.2010

Vorläufiges Aprilscherz-Manifest

1. Aprilscherze sind nicht lustig
2. Aprilscherze sind daher verboten
3. Wer trotzdem welche macht, wird theoretisch erschossen
---wird fortgesetzt---

31.03.2010

Keine Katze

Wir Linkshirnextremisten mögen auch Rabenviecher, wenn sie niedlich sind, so isses ja nicht

28.03.2010

Sensationsfund: Vernünftiger CDU-Politiker entdeckt!

Aufgrund von sommerzeitbedingtem Jetlag fällt das eigentlich dringend nötige Antisommerzeitmanifest leider aus.

Dafür können wir an dieser Stelle einen Sensationsfund präsentieren, auf den linkshirnextremistische Forscher bei einer Expedition ins Bergische Land stießen:

Herbert Reul, CDU, MdE.

Anti-Spam-Manifest

§1.1 Wir haben keine Verwendung für Viagra, weder für echtes, noch für nachgemachtes.
§1.2 Unser Sexleben funktioniert auch ohne Doping gut.

§1.3 Sollten wir doch Verwendung dafür haben, wenden wir uns an unseren Arzt oder Apotheker.

§2 Das gleiche gilt für Penisverlängerungen, Brustvergrößerungen, Nasen-OPs oder andere aus medizinischer Sicht unnütze medizinische Eingriffe.

§3.1 Wir lehnen die sinnlose Konsumgesellschaft ab, und haben daher auch keine Verwendung für nachgemachte teure Uhren, auch wenn diese billig sind.

§3.2 Das Schmücken mit teuren kapitalistischen Statussymbolen ist sowieso schon panne.

§3.3 Das Schmücken mit billigen Plastikdingern, die halbwegs so aussehen wie teure kapitalistische Statussymbole, ist einfach nur armselig.

§3.4 Obwohl wir jedem Menschen sein Recht darauf einräumen, armselig zu sein, nehmen wir dasselbe Recht bewußt nicht in Anspruch.

§3.5 Es sei denn wir nehmen es in Anspruch, aber dann ebenso bewusst.

§4.1 Wir haben auch mit Sicherheit keine tote reiche Tante in Afrika, die König von Nigeria ist, und uns "lotts of mony" hinterlassen hat.

§4.2 Hätten wir eine solche Tante, hätten wir sie schon zu Lebzeiten davon überzeugt, dass sie ihr ganzes Geld dem Hilfswerk für streunende Katzen spendet.

§4.3 Oder wenigstens den Delphinen.

§5.1 Wenn einer amerikanische Touristin in Afrika all ihr Geld gestohlen wurde, sind wir nicht die richtige Anlaufstelle, um zu helfen.

§5.2 Wir kaufen auch keine Ehefrauen im Ausland.

§5.3 Wir überweisen GAR kein Geld ins nicht-linkshirnextremistische Ausland, auch wenn wir eine noch so rührselige Geschichte per rechtschreibbefehlerter eMail geschickt bekommen.

§6 Wir wollen auf Social Media Plattformen weder:

- Geld verdienen

- Geld ausgeben

- lernen, wie man täuschend echtes Geld zu hause macht

- über die Gefahren von Kettenbriefen informiert werden

- überhaupt Scheiß-Kettenbriefe bekommen

- irgendwas mit eBooks machen und stinkereich werden

- sonst irgendwie mit Werbung oder anderen Zeitfressern bombardiert werden

§7.1 Doppelpostings gehören verboten.

§7.2 Es sei denn Running-Gags.

§7.3 ...wenn sie lustig sind.

§7.4 Ständig einen "Newsletter" zu bekommen, der für eine der unter §1-§6 aufgeführten Sachen wirbt, ist weder ein Running-Gag noch lustig.

§8.1 Menschen oder elektronische Apparaturen, die uns oder andere Menschen mit den unter §1-§6 aufgeführten Dingen - oder mit anderen nervigen Dingen - nerven, können nach Art und Weise des lokalen linkshirnextremistischen Dosenfleischbeauftragten bestraft werden.

§8.2 Das Strafmaß kann vom lebenslangen Ausschluss von allen öffentlichen, halböffentlichen, privaten und sonstigen Kommunikationskanälen, bis zur persönlichen Entschuldigung bei allen bisherigen Spam-Opfern des Täters variieren. (Siehe §9)

§9.1 Die verurteilten Spammer müssen im Falle einer Verurteilung zur Entschuldigungsstrafe persönlich an den Wohnsitzen der Geschädigten vorstellig werden.

§9.2 Sie müssen sich glaubhaft ehrlich entschuldigen, und einen angemessenen Strauß Blumen und/oder Pralinen dabei haben.

§9.2b Gebäck mit Rosinen oder beliebiges mit Zimt sind keine Pralinen.

§9.3 Die Strecke von einem Geschädigten zum nächsten muss der Verurteilte Spammer zu Fuß zurücklegen.

§9.4 Die Geschädigten muss der Spammer in alphabetischer Reihenfolge aufsuchen.

§9.5 Keiner der Geschädigten darf an Feiertagen, am Wochenende oder vor 14 Uhr aufgesucht werden.

§9.6 Hat der Spammer keine kompletten Unterlagen zu allen gespammten eMailadressen mehr, muss er statt dessen alle Internetnutzer aufsuchen und sich wie unter §9.1 - §9.5 geregelt bei ihnen entschuldigen.

§9.7 Die Strafe ist erst abgegolten, wenn alle Geschädigten eine Unterschrift geleistet haben, dass sie dem Spammer verzeihen, und glauben, dass er sich bessert.

§9.8 Die Kosten, die durch die Unterschriftensammlung entstehen trägt der Spammer.

§9.9 Sollte der Spammer diese Strafe bis zu seinem natürlichen Lebensende nicht vollendet haben, kann ihm mit lebensverlängernden Maßnahmen zu mehr Zeit verschafft werden, solange genug Ressourcen dafür übrig sind.

§10 Spammer, die eMails mit dem Absender "Ich", "Me", "I myself" oder "Deine Mudder" verschicken, können alternativ einen lustigen Hut aufgesetzt bekommen, und ausgelacht werden.

27.03.2010

Das Putz-Manifest

1 Kernthesen

§ 1.1 Putzen, das sind die anderen.
§ 1.2 Alle Flamingofedern werden von den Flamingos selbst gereinigt.
§ 1.3 Wer stinkt, muss hinten sitzen.
§ 1.4 Bis alle stinken, dann wird ein Stuhlkreis gebildet und sich wieder vertragen.
§ 1.5 Als Putzmittel geeignet ist, was die Umwelt nicht unnötig belastet.
§ 1.6 Als Putzmittel gilt, was Spaß macht und schmeckt.

2 Kehrwoche

§ 2.1 Nach der Revolution wird die Kehrwoche ausgesetzt, bis eine weitere Stabilisierung der Lage erreicht ist.
§ 2.1.1 Ist eine Stabilisierung eingetreten, wird abgestimmt, ob eine Kehrwoche nötig ist.
§ 2.1.2 Die Alternativen zur Kehrwoche sind: "Lass liegen, tritt sich fest" und "Haus verliert nichts".
§ 2.1.3 Wird die Wiedereinführung der Kehrwoche nicht beschlossen, haben Schwaben ein Anrecht auf kostenfreie Therapie und freies Geleit in einen verschmutzten Bereich ihrer Wahl, den sie danach turnusgemäß reinigen dürfen.
§ 2.2 Wird die Wiedereinführung der Kehrwoche beschlossen, ruhen die Reinigungsarbeiten so lange, bis der Putzmessias eingetroffen ist.
§ 2.3 Der Putzmessias kennt alle Folgen von Monk auswendig.
§ 2.4. Der Putzmessias wird allen Kehricht auffegen und die nachrevolutionäre Gesellschaftsform von allen Reinigungsarbeiten entlasten.

3 Leibwäsche

§ 3.1 In postrevolutionären linkshirnextremistischen Gemeinschaftseinrichtungen ist in Leibwäsche ein Namensschild einzunähen.
§ 3.1.1 Ist kein Namensschild zur Hand oder der Name des Leibwäscheträgers unbekannt, kann auch ein Kaugummi eingeklebt werden.
§ 3.1.2 Alternativ kann auf Leibwäsche auch ganz verzichtet werden.
§ 3.2 Die Leibwäsche kann mit dem Schnabel oder in der Autowaschanlage vorgenommen werden.
§ 3.2.1 Sollte nach der Revolution das Betreiben von Autowaschanlagen aufgegeben werden, werden sie durch reinigende Bäder im Mondschein ersetzt.
§ 3.3 Bei politischer Betätigung sowie in den Bereichen PR und Frühappell ist eine frische weiße Weste anzulegen.
§ 3.3.1 Verfärbt sich die Weste schwarz, sollte umgehend eine Fluchtbewegung gegen die Windrichtung einsetzen.

4 Wahl der Reinigungsmittel

§ 4.1 Die älteste anwesende Frau jeder Putzgemeinschaft gilt putzechnisch als entmündigt.
§ 4.2. Entscheidungen über das anzuwendende Putzmittel trifft jeweils der jüngste anwesende Knabe.
§ 4.2.1 Sollte der Knabe noch nicht über verbales Äußerungsvermögen verfügen, bedeutet er durch Interesse an einer Verpackungseinheit, welches Putzmittel für die Kehrwoche oder die Leibwäsche anzuwenden ist.
§ 4.3 Geeignete Putzmittel im Geiste der Revolution sind: Yakbutter, Flamingofedern, Treiberameisen, Seidenschals, Trennkostratgeber, Holzstöckchen, Eiswürfel und Met*.

*Bis die Sachlage vollständig geklärt ist, ob Mett oder Met geeigneter ist, kann beides verwendet werden

25.03.2010

Das proprokrastinistische Manifest

1 Definition

1.1 Prokrastination bezeichnet das Aufschieben zu erledigender Arbeiten durch die Beschäftigung mit interessanteren Dingen. (Eine umfangreichere, aber diskriminierende Definition findet sich bei Wikipedia.)
1.2 Zum Beispiel durch zielloses Herumstöbern bei Wikipedia. Oder das Verfassen von Wikipedia-Artikeln über Prokrastination.
1.3 Oder Twittern.
1.4 Oder das Verfassen weltverbessernder Manifeste.

2 Phänomenologie

2.1 Daß insbesondere intelligente, vielseitig interessierte Menschen mit Abneigung gegen den verhängnisvollen bürgerlichen Arbeitsfetisch zum Prokrastinieren neigen, geht aus dem Gesagten hervor.
2.1.1 Mit anderen Worten, die tendenziell sympathischeren Mitmenschen mit Talent zum Linkshirnextremismus.
2.2 Großmeister der Prokrastination darf sich nennen, wer für das Aufschieben mehr Energie aufwendet, als für das Erledigen der ursprünglichen Arbeit nötig wäre.
2.3 Prokrastination gab es schon vor dem Internet. Zu diesem Zweck wurde das Kreuzworträtsel erfunden.
2.4 Durch das Internet ist Prokrastinieren jedoch sehr viel einfacher geworden.
2.4.1 http://www.bananario.de/onlinegames/tetris/tetris.php
2.4.2 http://www.jetztspielen.de/spiel/bubble-shooter.html
2.4.3 http://www.scinexx.de/dossiers.html
2.4.4 http://mrdoob.com/projects/harmony/
2.4.5 http://www.youtube.com/results?search_query=katzen+&search_type=&aq=f
2.4.6 http://worlds-highest-website.com/de
...
2.4.n http://www.reset.ch/index.html

3 Pro Prokrastination

3.1 Daß Prokrastination etwas Gutes ist, geht schon aus ihrem Namen hervor. Wörtlich übersetzt lautet der Begriff „für morgen“ – kann es also ein nachhaltigeres Tun und Denken geben als zu prokrastinieren?
3.2 Ohne Prokrastination wäre die Welt um viele Schöpfungen kreativer Geister ärmer.
3.2.1 Denn nichts fördert den kreativen Schaffensprozeß mehr als ein dramatisch näherrückender Abgabetermin
3.3 Bei ausreichender linkshirnextremistischer Grundlage (siehe 2.1) fördert die Kombination von Internet und Prokrastination das Allgemeinwissen ganz ungemein.
3.4 Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn Leute prokrastinieren würden, statt „nur ihre Pflicht“ zu tun.

23.03.2010

Sehr viel Katze

Warnhinweis für Migränepatienten: Sollten Sie gerade an einem akuten Anfall leiden, verschieben Sie das Ansehen dieses Videos lieber auf morgen. Die Linkshirnextremisten wünschen bis dahin gute Besserung.

21.03.2010

Manifest wider die Flamingophobie

§ 1 Die einzigen terrestrischen*) Lebewesen, denen Rosa bzw. Pink gut steht, sind Flamingos.

§ 2 Ausnahmen existieren nicht – nicht einmal für Whoopi Goldberg in „Star Trek“.

§ 3 Also erst recht nicht für schwuLesBiscHeterosexuelle**) Normalsterbliche.

§ 4 Wer etwas anders glaubt, möge vor Verlassen des Hauses unbedingt noch mal in den Spiegel schauen.

§ 5 Daß viele weibliche Wesen insbesondere vor, aber auch nach der Pubertät sowie eine sehr kleine Minderheit schwuler Männer anderer Meinung sind, ändert nichts an der Gültigkeit der §§ 1-4.
§ 5.1 Über die Definition „weiblich/männlich“ wird an geeigneter Stelle weitergezankt.
§ 5.2Und darüber, daß Homophobie grundsätzlich scheiße ist und was das mit der Farbe Rosa zu tun hat (oder nicht), halten die Linkshirnextremisten einen Dauerfernlehrgang ohne Enddatum via Twitter ab.

§ 6 Die §§ 1-5 sind das Gegenteil einer Rechtfertigung von Homophobie unter dem Vorwand einer Abneigung von Pink.
§ 6.1 Solcherlei zeugt vielmehr von einem veralteten Wissens- und Meinungsstand, in dem rosa noch mit „weiblich“ statt mit flamingisch assoziiert wird.
§ 6.2 Um die Aufklärung der tendenziell frauenfeindlichen Hintergründe dieses Irrtums kümmert sich der Verschwörungsbeauftragte der Linkshirnextremisten.
§ 6.3 Daß die §§ 1-6 als flamingophob getarnte homophobe Äußerungen nicht rechtfertigen, liegt auf der Hand.
§ 6.4 Daß die Ablehnung von Rosa/Pink auch eine originäre, nicht-homophobe Flamingophobie nicht rechtfertigt, sollte schon in § 1 klargeworden sein.

§ 7 Für Modetrends verantwortliche Beschäftigte in Haute & Basse Couture, Medien und Klamottenverkauf, die zum tausendsten Mal Pink zum neuen „Muß“ erklären, werden theoretisch erschossen.
§ 7.1 Oder dahin geschickt, wo die Frühaufsteher wachsen.

§ 8 US-Präsidenten, denen es nicht gelingt, ihre minderjährigen und somit urteilsunsicheren Töchter am Tragen von rosa Kleidern zu hindern, dürfen sich nicht wundern, daß ihre Autorität auch auf anderen Gebieten leidet.

*) Bei Lachsen, Krabben etc. macht das nichts aus, da man sie ohnehin nur unmittelbar vor dem Verzehr zu Gesicht bekommt.
**)Wer sich hier noch nicht mitgemeint fühlt, möge sich melden, seine/ihre/whatsoever Selbstdefinition wird umgehend an das nächstgelegene Institut für Geschlechterforschung weitergeleitet.

19.03.2010

18.03.2010

Verschwörungs-Manifest

§1 Die Existenz von Verschwörungen ist wahrscheinlich.

§2.1 Wir sind nicht paranoid!

§2.2 Nur weil wir paranoid sind, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht hinter uns her sind.

§2.3 Im Gegenteil: Wenn wir tatsächlich paranoid sind - wie SIE behaupten - dann sind wir allein durch unser Krankheitsbild wachsamer, und uns fällt eher auf, wenn was nicht stimmt.

§3 Die deutsche Hauptstadt ist Bielefeld. Bielefeld ist eine Erfindung. Wo die deutsche Hauptstadt ist, interessiert uns gar nicht.

§4.1 Es gibt keine geheimen Versuchskrankenhäuser in der Kanalisation.

§4.2 Ich hab mir nämlich mal in die Hand geschnitten, als ich auf Besuch in Hamburg war, und trotz langen Suchens in der Kanalisation kein Krankenhaus gefunden.

§4.3 SIE sind dran schuld, dass ich mir in die Hand geschnitten habe.

§4.4 SIE sind auch dran schuld, dass sich die Verletzung entzündet hat, weil ich in der Kanalisation ausgerutscht bin.

§5.1 Die Mondlandung ist passiert. Warum sonst sollte Buzz Aldrin nach all den Jahren noch sauer sein?

§5.2 Die Russen waren aber wahrscheinlich auch da, und haben die Landezone der Amerikaner so manipuliert, dass es aussieht, als hätten die Amerikaner alles nur gefälscht.

§5.3 Die Nazis haben den Russen dabei geholfen.

§5.4 Dabei haben sich die Mondbewohner mit einer Erkältung angesteckt, und sind ausgestorben.

§5.5 Den Russen ist das bis heute peinlich, darum schauen sie verwirrt, wenn man sie darauf anspricht!

§6 Dieser Paragraph wurde gelöscht, weil IHR DIE WAHRHEIT DOCH GAR NICHT VERTRAGEN KÖNNT!

§7 Der Treibhauseffekt wird von einer riesigen hohlen Glaskugel verursacht, welche die Chinesen um die Erde gebaut haben.

§8.1 Die Zahl "1" taucht überall auf, wo schlimme Dinge passieren.

§8.2 Seltsam, oder?

§8.3 Und die 1 ist die einzige Zahl deren Quersumme auch 1 ist.

§8.4 Somit ist die 1 gleich zwei mal 1.

§8.5 ...also 2. Ich könnte ewig so weiter machen!

§9 Bilderbücher verschwören sich, um Zeichentrickfilme für immer zu zerstören!

§10 siehe §2.1!


LOLCAT: psychic by ~Mjag on deviantART

17.03.2010

Fußballmanifest

§ 1 Fußball ist essentieller Bestandteil eines erfüllten linkshirnextremistischen Daseins,
§ 1.1 – weil die samstägliche Bundesliga-Schlußkonferenz im ARD-Hörfunk das Signal zum Aufstehen darstellt.
§ 1.2 – weil es keinen besseren Anlaß für Flügelkämpfe gibt als Differenzen über den jeweiligen Lieblingsverein.
§ 1.3 – weil es der einzige Breitensport ist, der den meisten Teilnehmern nicht mehr abverlangt als den Parcours Klo – Kühlschrank (Bier!) – Sofa in der Halbzeitpause.
§ 1.4 – weil die Nationaltrainerambitionen von 80 Millionen Deutschen diese (wenigstens ein Stück weit) von Schlimmerem ablenken.
§ 1.5 – weil Fußball die Voraussetzung für die Erfindung des Kickerns war, was nun mal der endgeilste, süchtigmachendste, ultimative Sport überhaupt ist.

§ 2 Gemäß dem Vorläufigen Nationenmanifest halten sich Linkshirnextremisten bei Länderspielen von Zuschauerzusammenrudelungen (sog. Public Viewing) fern und freuen sich leise vorm heimischen Fernseher, wenn Deutschland verliert.
§ 2.1 Falls eine ähnliche Disposition wie die in § 3 genannte sie zwingt, FÜR Schland zu sein, tun sie dies erst recht im stillen Kämmerlein.
§ 2.2 Oder besuchen zu Therapiezwecken erwähnte Zusammenrudelungen.

§ 3 Bayern-München-Fans werden in linkshirnextremistischen Kreisen geduldet, wenn sie nachweisen können, daß sie aufgrund einer genetischen und/oder sozialpsychologischen Disposition nicht anders können.

§ 4 Fußballabstinente Personen werden ebenfalls geduldet – schon deshalb, weil sie eine seltene und somit schützenswerte Spezies darstellen.

15.03.2010

Agenda 2012 - für nach dem Weltuntergang

Die Agenda 2012 ist ein Provisorium für den Fall, dass der Weltuntergang vor der Revolution kommt, oder vor 14 Uhr stattfindet.
Es steht jedem Menschen frei, zum Weltuntergang aufzustehen, oder diesen zu verschlafen.

I. Katzensicherung
1.) Das oberste Ziel der Bewegung nach dem Weltuntergang am 30.5.2012 ( Das mit dem 21.12 ist eine Fehlmeldung, oder bewusste Irreführung von Hundefreunden. Wie jeder weiß, ist am dreißigsten Mai der Weltuntergang) muss zuallererst die Sicherung des Überlebens der verbleibenden felinen Bevölkerung sein.
Sollte der Weltuntergang tatsächlich mit umfassenden Vulkanausbrüchen im Sauerland beginnen, wird sich dort - nach einer Weile - jede Menge Vulkanaschengranulat finden, das ohne größere Probleme zu Katzenstreu verarbeitet werden kann.

2.) Das Problem der eventuell knappen Katzennahrung wird sich zumindest in der ersten Zeit durch das apokalyptische Massensterben von Mensch und Tier erst einmal gar nicht stellen.

3.) Sobald die verbliebenen Teile des von Linkshirnextremist_innen kontrollierten Gebietes wieder urbar für die Landwirtschaft geworden sind, wird mit dem Baumwollanbau und der Schafszucht begonnen, damit die überlebenden Katzen raschen Nachschub an frischen Wollknäulen bekommen.

4.) Der Verzehr von sogenannten "Dachhasen" wird unter Strafe gestellt, es sei denn, es handelt sich wirklich um eine postapokalyptische Hasenart, die auf Dächern lebt.

II. Freiheitssicherung
1.) Da durch die Apokalypse schon einige Ziele der Linkshirnextremist_innen erreicht wurden, wäre es blödsinnig und ein Rückschritt gleich wieder sowas wie Staaten, Regierungen oder Gesetze zu erfinden. Statt dessen wird einfach mal versucht, ohne diese auszukommen.

2.) Wenn das nicht klappt, werden folgende Staatsformen der Reihe nach durchprobiert:
-Felinokratie
-Aisymnetie
-Nomokratie
-Pornokratie
Jede der Staatsformen wird eine Woche ausprobiert, bis zur nächsten gewechselt wird. Eine Verlängerung um jeweils eine Woche ist per einstimmigem Abstimmungsbeschluß möglich.
Katzen haben doppeltes Stimmrecht. Die Stimmabgabe von Katzen wird vom zweitältesten und vom viertjüngsten Menschen jeder lokalen Gruppe interpretiert.
Sind sich die Interpretatoren uneins, gilt die Stimme der betreffenden Katze als enthalten.

3.) Sollten nach vier oder mehr Wochen keine Staatsformen mehr zum Wechseln vorhanden sein, wird ein Räterat gebildet, der aus mindestens zwei Katzen bestehen muss, und der die alleinige Aufgabe hat, eine neue Staatsform auszuknobeln.

III. Erkundung des Terrains
1.) Der jüngste zeichnet die Karte, weil wir das immer so gemacht haben.

IV. Nahrungsmittelversorgung
1.) Siehe römisch I Absatz 4.

V. Religion
1.) Sollte eine zukünftige linkshirnextremistische Leitung beschließen, dass Religion nach der Apokalypse einen Sinn ergibt, kann ein religiöser Führer nur eine Katze sein.

2.) Kater sind in Einzelfällen auch erlaubt.

3.) Sind nach dem Weltuntergang Katzen und Kater ausgestorben, kann auch ein besonders niedlicher Hamster die Funktion eines religiösen Führers einnehmen.

VI.Öffentliche Ordnung
1.) Das Wort "Muskelkater" ist rassistisch, und der damit bezeichnete Schmerzzustand wird in Zukunft "Auaindiebeine" genannt.

Westerwellensittich

No jokes about names - aber kommt einem das unaufhörliche Gequassel und Gezeter (siehe insb. 0:44 ff.) nicht irgendwie bekannt vor?

Manifest gegen Pseudowissenschaftsgedöns

§1 Wir fordern, dass nur noch Leute mit mindestens drei akademischen Graden weiße Kittel tragen dürfen.


§1.1 Gelernten Kranken_innen-Schwester_er, Laboranten_innen und Apotheker_innen sind von dieser Regelung ausgenommen, insofern sie Brillenträger_innen sind, oder wenigstens manchmal im Sommer eine Sonnenbrille tragen.


§1.2 Moderator_innen von sogenannten „populärwissenschaftlichen Magazinen“ in Funk, Fernsehen oder neuartigen Telekommunikationsmedien – oder deren Hiwis (aller Geschlechtervarianten) - ist es nur noch erlaubt lavendelfarbene Kittel zu tragen, die mit lustigen Katzenmotiven bedruckt sind.


§2 In Zukunft dürfen nie zwei oder mehr Fernsehkanäle gleichzeitig sogenannte „populärwissenschaftliche Magazine“ ausstrahlen, damit man immer noch genug Sender hat um wegzuzappen.


§2.1a Punkt zwei soll insgesamt auf der ganzen Welt gelten. Bestimmungen andere Planeten betreffend können in besonderen Zusatzregelungen geregelt werden.


§2.1b Auf dem Mars sollten alle Kittel entweder rot oder grün sein. Grün jedoch nur in Gegenden, die überwiegend von farbenblinden Menschen bewohnt sind.


§2.2 Ausnahmeregelungen können erteilt werden, wenn die gleichzeitig laufenden sogenannten „populärwissenschaftlichen Magazine“ zu 90% Katzencontent enthalten. Den Katzen ist es erlaubt ohne Kittel öffentlich aufzutreten.


§3 „Wie viel kann dieser dicke Mann da von der Pasta/dem Pudding/den Regenwürmern essen“ und „kann man ein Auto über eine Brücke fahren, die nur aus Streichhölzern/Popeln/Regenwürmern besteht“ gelten von nun ab in keinster Weise mehr als wissenschaftlich oder populär.


§4 Die wissenschaftliche Durchleuchtung von Mythen und Sagengestalten im Fernsehen ist unwissenschaftlich, und damit abzulehnen.


§5 Wer einen Fernsehbericht darüber anfertigt, dass es irgendwo spukt, hat dies bei den zuständigen Behörden im Beisein der betreffenden Spukgestalt anzumelden.


§5.1a Es ist der Spukgestalt nicht erlaubt einen Kittel jedweder Farbe oder ein ähnliches Kleidungsstück zu tragen.


§5.1b Mitteleuropäischen Geistern soll es erlaubt sein, das traditionelle Laken mit Löchern für die Augen zu tragen, aber nur aus ethnischen Gründen.


§5.2a Erscheint der bei der Anmeldung des Beitrags nach §5 anwesende Geist oder die Spukgestalt nicht wenigstens für insgesamt 12 Minuten im Filmbericht und nicht mindestens 30 Sekunden am Stück, ist der Filmbericht als nichtig zu erklären, und darf nur im Internet veröffentlicht werden.


§5.2b Die Veröffentlichung im Internet darf jedoch nur unter der Kategorie „Mein schönstes Urlaubserlebnis“ stattfinden, der Beitrag muss mit „Tante Olgas Käsekuchen“ getagt sein, um Verwirrung zu vermeiden.


§6 Alle unter §5 geforderten Forderungen werden hiermit zurückgenommen.


§6.1 Außer §5.2b, der immer noch irgendwie sinnvoll erscheint.


§7 Die letzte Seite der BILD-Zeitung wird hiermit verboten.


§8 Dieses Manifest ist unter CC-Lizenz entstanden, und darf auch von anderen Organisationen gefordert werden.

09.03.2010

Journalismus-Manifest, Teil 1

Wir Linkshirnextremisten mögen engagierten Journalismus.

08.03.2010

Die Kriminalpolizei rät(selt)

Heute morgen meldete der NDR: "Die Hintergründe des Überfalls auf ein Berliner Pokerturnier am Wochenende liegen noch völlig im Dunkeln."
Da wir die Polizei nicht hilflos mit der Frage allein lassen wollen, was die Unbekannten dazu veranlaßt haben könnte, bewaffnet und maskiert das Nobelhotel zu betreten und es rund 240.000 Euro reicher wieder zu verlassen, dürfen hier nun sachdienliche Hinweise gegeben werden.


04.03.2010

Musik

Wären wir Linkshirnextremisten eine Partei, hätten wir immer Recht und eine schöne Hymne.



Bitte erheben Sie sich.

Vorläufiges Nationen-Manifest

§ 1. Alle Nationen sind doof, manche mehr, manche weniger

§ 2. Generell gilt: Nun sind sie aber nun mal da, die Nationen, also muss bis auf Weiteres das Beste draus gemacht werden

§ 3. Hass auf Nationen ist verboten. Wer eine Nation hasst, sollte dies still für sich tun und anderen nicht damit auf die Nerven gehen
§ 3.1. Ausnahmen regelt das Antiamerikanismusmanifest
§ 3.2 Dieses wird durch das Antiantiamerikanismusmanifest außer Kraft gesetzt.
§ 3.3 Gar nicht wahr!

§ 4. Dieses immer wieder neue Nationen zu schaffen muss sich endlich aufhören, bringt doch sowieso nix und macht den Kindern weltweit nur unnötig schlechte Geographie-Noten, was wirklich in niemandes Interesse sein kann

§ 5. Wir Linkshirnextremisten kämpfen, mal mehr, mal weniger theoretisch bewaffnet, für die Abschaffung der Nationen. Um allzu große Unordnung zu vermeiden, fängt jeder bei der Auflösung seiner eigenen Nation an

§ 6. Sind alle Nationen abgeschafft, wird erst einmal ausgeschlafen und dann weitergesehen

§ 7. Frühaufsteher erhalten dann auf Nachfrage eine eigene Nation, wo diese liegt, wird sich danach richten, wie hartnäckig sie bis dahin ihren Terror betrieben haben

03.03.2010

Antiantiamerikanismusmanifest

§1 Linkshirnextremisten haben nichts gegen Amerika. Aus Amerika kommen schöne Dinge wie z.B. Rock'n'Roll, D-Day und das Internet.

§2 Der Linkshirnextremist von Welt und Geschmack findet Deutschland von Grund auf scheiße.

§3 Zuwiderhandlung gegen §2 wird mit "Bahamas"-Zwangslektüre nicht unter sechs Ausgaben bestraft.

Antiamerikanismusmanifest

§1: Der Linkshirnextremist findet Amerika grundsätzlich Scheiße.

§2: Antideutsche haben bei den Linkshirnextremisten keine Chance auf Akzeptanz, es sei denn, sie unterziehen sich freiwillig einer Gehirnwäsche.

§3: Wer sich als Antideutscher der Gehirnwäsche widersetzt, wird mit Frühaufstehen (6:00 Uhr MEZ) und Rotweinentzug nicht unter 12 Wochen bestraft.

§4: Selbstverständlich schließt dieses Manifest den §2 des Antiantiamerikanismusmanifestes nicht aus: Solche Selbstverständlichkeiten müssen normalerweise nicht schriftlich in Manifesten manifestiert werden, sonden sind das Existenzminimum des Linkshirnextremisten.

Rotwein Manifest 1.0-Alpha Snapshot

Rotwein geht immer und muss immer gehen. Bier ist völlig fraglos wichtig, aber Rotwein ist klarer Sieger nach Punkten.

§ 1: Durch das Rotweintrinken lässt sich - je nach Lokalität - eine linksdrehende intellektuelle Überlegenheit suggerieren.

§ 1.1: Der Linkshirnextremist greift dann zu Bier, wenn fremdextremistische Personengruppen Nachahmung von Pkt1 versuchen, um eben jene Personengruppen zu verunsichern. Nachtrag: Oder auch jederzeit sonst, sofern Durst und Bier vorhanden.

§ 2: Im Gegensatz zur Flasche Bier lässt sich an einem Glas Wein ewig festhalten. Sehen wir der traurigen Wahrheit ins Gesicht, das Bier wird warm und schal, der Wein atmet. Dies kommt insbesondere den finanziell benachteiligten Linkshirnextremisten zu Gute.

§ 3: Der Linkshirnextremist lässt sich niemals einreden, dass zu Gericht XY kein Rotwein zu trinken wäre.

§ 4: Im Gegensatz zum Kuchen darf und wird der Rotwein niemals eine Lüge sein.

§ 4.1: Aus Pkt 4 erschliesst sich logischerweise, dass eine Flasche Rotwein als Gastgeschenk immer willkommen und nachhaltig gutgeheissen wird.

§ 5: Rotwein ist als Getränk zu jeder Gelegenheit und Tageszeit völlig akzeptabel

§ 6: Der Linkshirnextremist muss kein Rotwein Profi sein, getrunken wird was schmeckt

§ 7: Es muss das Ende der der Welt sehr sehr, also wirklich verdammt nah sein, bevor Rotwein getrunken wird, der flamingofarben ist. Schliesslich heisst es ROTwein und nicht Pinkwein

§8: Der proletarische und pragmatische Frühaufsteherflügel der Linkshirnextremisten trinkt Rotwein nur in Aunahmefällen, zum Beispiel um nach einer wilden und aufregenden Verfolgungsjagd mit dem SEK in Folge eines theoretischen Bombenanschlages oder Angriffskrieges zu entspannen. Ansonsten trinkt das Mitglied des o.g. Flügels selbstverständlich herbes Bier. (pp)

und wo ist eigentlich mein Rotwein?

02.03.2010

Manifest gegen die Frühaufsteherdiktatur

§1 Linkshirnextremisten halten den Normalarbeitstag nicht für normal.

§2 Niemand hat das Recht, anderen Menschen seinen Biorhythmus aufzuzwingen.

§2.1 Oder ihn überhaupt für normal zu halten.

§2.2 Zuwiderhandlung gehört mit Schlafentzug nicht unter drei Stunden pro Nacht bestraft.

§3 Jeder Mensch hat das Recht, aufzustehen und schlafen zu gehen, wann es ihm oder ihr paßt.

§4 Die Frühaufsteherdiktatur ist der perfide Versuch, die tendenziell höhere Lebenserwartung von Nachtmenschen herabzusetzen*).

§5 Ausschlafen ist Menschenrecht.

§5.1 Ebenso wie das Recht, seine Abende und Wochenenden sinnvoller zu füllen als nur mit Schlaf nachholen.

§6 Frühaufstehen ist doof.

§7 Erdbeben, die die Tageslänge herabsetzen, lehnen wir prinzipiell ab.

§8 Und diese dämliche Sommerzeit gehört ohnehin verboten.


*)Wissenschaftlich belegt: Die Zellen von Nachtmenschen haben einen langsameren Rhythmus als die von Frühaufstehern ( http://www.pnas.org/content/105/5/1602.full ) – die biologische Grundausstattung für ein tendenziell längeres Leben. Dennoch ist ihre Lebenserwartung geringer, was auf den chronischen Schlafmangel und dadurch bedingte Krankheiten zurückzuführen sein dürfte.


(flickr.com/GPSPython)

01.03.2010

Vorläufiges RevolutionsManifest

§1
Die Revolution darf nicht vor 14 Uhr stattfinden

§2
Für die musikalische Unterhaltung während der Revolution gilt das noch gesondert zu erstellende MusikManifest

§3
Niedliche und vor allem lustige Kätzchen dürfen zur Revolution mitgebracht werden, gleiches gilt für Rosa kuschelige Hasen und eventuell auch für Meerschweinchen

§4
Bitte beachten: Das Hashtag der Revolution wird #Revölution lauten. Da uns Twitter in puncto Umlauten entgegen gekommen ist, wird Twitter übrigens eines der offiziellen Revolutionsmedien sein

§5
Wer vielleicht theoretisch erschossen wird, wird unbürokratisch vor Ort entschieden

§6
Nach der Revolution wird zunächst ausgeschlafen und danach weitergesehen

28.02.2010

Katze


Kitten by !Asiantistic on deviantART

Gender-Manifest, vorläufiges

§ 1:
Wir Linkshirnextremisten mögen Menschen und Katzen, jedenfalls theoretisch. Welches Geschlecht Mensch oder Katze haben, ist uns vollkommen egal.

§ 2:
Jede Frau hat das Recht, Computer, Autos, Fußball und Sonstiges doof zu finden, ohne von anderen Frauen, die sich zufällig für diese Themen interessieren, herablassend behandelt zu werden.

§ 3.
Jeder Mann hat das Recht, Kochen, Putzen, Shopping und Sonstiges doof zu finden, ohne von anderen Männern, die sich zufällig für diese Themen interessieren, herablassend behandelt zu werden.

§ 4.
Soll halt jeder machen was er will, solange er, sie oder es anderen nicht auf die Nerven geht und der Rotwein nicht alle wird.

§5
(wegen katzenverachtendem Inhalt ersatzlos gestrichen)

§6
Gender Popender

§7
Frauen, die egal zu welchem Thema, von sich behaupten, für "viele" oder "die Mehrheit" ihrer Geschlechtsgenossinnen oder gar "für alle" zu sprechen, werden nach der Revolution vielleicht theoretisch erschossen. Oder vielleicht auch nicht.

§8
Das gilt auch für Männer

Katzencontent-Manifest

Oh hai!

Katzencontent ist grundsätzlich erlaubt, wenn er lustig ist. Im Einzelfall darf der Katzencontent-Beauftragte solchen Content trotzdem verbieten, wenn auf Antrag einer absoluten Minderheit weit hergeholte Einwände oder abstruse Ideen geltend gemacht werden, oder aus reiner Willkür.

Katzencontent, der nicht schon lustig, aber niedlich ist, ist grundsätzlich verboten, kann aber im Einzelfall durch den Katzencontent-Beauftragten erlaubt werden, besonders dann, wenn ein ergebnisloser Streit darüber ausgetragen wurde (gültig sind auch Streits mit dem Katzencontent-Beauftragten).

Auf Twitter wird Katzencontent einheitlich mit #LOLCat gekennzeichnet, wenn die lustige Variante vorliegt.

LOLDogs sind kein Katzencontent und mangels Originalität strikt verboten! Außerdem zeichnet sich der Linkshirnextremist dadurch aus, dass er sich bevorzugt mit Lebewesen umgibt, die ihn nicht kriecherisch anhimmeln, sondern ihm bei jeder sich bietenden Gelegenheit oder sonst, wenn es gerade zeitlich nicht passt, widersprechen oder ihm ein Schnippchen schlagen. Hunde sind in der Regel keine solchen Lebewesen, Katzen immer.

Unstreitig erlaubt sind Bilder von icanhascheezburger. Ausnahme: der Witz ist nicht lustig. Gegenausnahme: LOLRus.

Bei Katzenvideos überwiegt meist die niedliche Komponente, es spricht also keine Vermutung für ihre Zulässigkeit. Anders dann, wenn der Katzencontent geeignet ist, den irrationalen Wunsch nach der Anschaffung einer Katze hervorzurufen, etwa dies, dies oder dies.

Ziel der Verbreitung von Katzencontent ist, die Macht der Katzen auch politisch zu festigen. Katzenherrschaft wäre zwar willkürlich und ungerecht, ist aber trotzdem erstrebenswert und letztlich unumgänglich. Wer keinen Katzencontent mag, erhält auf Anfrage eine Liste guter Therapeuten.

Entscheidungen des Katzencontent-Beauftragten sind unanfechtbar und höchstens im Handgemenge oder bei Androhung körperlicher Gewalt oder mittelschweren Beleidigungen bzw. fortgeschrittenen Flüchen gegenstandslos.

25.02.2010

Umfrage KatzenContent

Niedliche Kätzchen, ja oder nein oder doch vielleicht?

24.02.2010

Endlich: Die Leserumfrage

Wer ist der moderne Linkshirnextremist, was bewegt ihn, was macht ihn aus?

23.02.2010

PS im Test. Heute: der VW Phaeton

Der Phaeton gilt gemeinhin als der Golf der gehobenen Einkommensklassen. Linkshirnextremistische Recherchen haben jedoch ergeben, daß es sich vielmehr um die Protzkarosse derjenigen handelt, die sich aus beruflichen Gründen (Landeshauptmann, Bischöfin etc.) häufig volksnah geben müssen.
Im Praxistest besticht vor allem die optimierte Einspritzdüse, mit der das Nachtanken alkoholischer Getränke auch in voller Fahrt kein Problem mehr darstellt. Ebenfalls sehr zu loben ist die Linke-Spur-Automatik, die das korrekte Einordnen auf der Autobahn enorm erleichtert. Den wirklichen Volltrunkenheitsfahrspaß beim Verstoßen gegen die langweilige Straßenverkehrsordnung (Geschwindigkeitsbegrenzung, rote Ampel) garantiert jedoch erst der eingebaute Schleudersitz: Wenn auch der Überraschungseffekt nicht jedermanns Sache sein mag, den das plötzliche aus Leben oder Heiligenschein Katapultiertwerden fraglos darstellt, so kann doch für den wahren Ritter vom Bleifuß nur die alte Devise gelten: No risk, no fun!

22.02.2010

Schwarzgelber Content

Für diesen Beitrag gibt es eine sehr gute Begründung: Es handelt sich um den letztgültigen Kommentar zum Thema Westermölle*). Und das auch noch in Schwarzgelb.



*) Wenn es schon mal EINEN guten Gag in der "Intensivstation" (NDR Info) gibt, muß man ihn natürlich auch zitieren.

Under Construction

Das an dieser Stelle zwecks theoretischer Bewaffnung geplante Pamphlet gegen die Frühaufsteherdiktatur verzögert sich aufgrund chronischer Übermüdung noch um einige Tage bis Wochen. Wir bitten um etwas Geduld - und vor allem um mehr Schlaf.

21.02.2010

Farbmanifest 1.0 (tbc)

§1 Der Linkshirnextremist™ denkt nicht nur, sondern weiß auch. Zum Beispiel, dass das so genannte Farbspektrum nur buntes Opium fürs Volk ist. Wir mögen: Helles, freundliches Schwarz, fröhliches RAL 9005, elegantes 0, 0, 0 (8-bit-dezimal), frühlingshaftes 00 00 00 (hexadezimal), und zur Not auch gray1.

§2 Wir kämpfen theoretisch bewaffnet gegen das so genannte Pink, auch in dessen Unterformen Altrosa und Mittelquietschrosa.

19.02.2010

Manifest 1.1 beta

§1 Wir denken nicht, sondern geben uns grundsätzlich unserer linkshirnextremistischen Beißreflexe hin. Darum sind wir nie aktiv und nie für sondern immer passiv und gegen etwas.

§2 Wir kämpfen theoretisch bewaffnet gegen die sogenannte 'Realität'.

§3 Wir gucken kein TV, maximal die Lindenstraße.

§4 Katzencontent nur unter zu begründenden Ausnahmebedingungen.

§5 Niemandem darf das Bier ausgehen. Nirgends.

§6 Wahlfangkampagnen lehnen wir entschieden ab, ebenso wie die tierquälerische Praxis von Walkämpfen.

Aktiver Tierschutz

Aufgrund der Beschwerden von Tierschützern haben wir uns entschieden, die Farbe Pink aus dem Blog zu entfernen. Wir schließen uns der Argumentation von WWF, Greenpeace und Pantoffelpunk an: Die einzigen Lebewesen, denen Pink gut steht, sind Flamingos. Wir bitten betroffene Flamingos daher, sich das Pink bei den Blogbetreibern abzuholen.

Denkverzichtssignale (1): Das Spannungsfeld

Asozial-dekadenten-Außenministercontent schließt das Manifest der Linkshirnextremisten zwar nicht ausdrücklich aus; dennoch sollte die Erwähnung einschlägig vorbelasteter (FDP) Kommunistenparanoiker ähnlich strengen Begründungsrichtlinien unterliegen wie jene von niedlichen, zu Fäkalattentaten neigenden und fellknäuelkotzenden Fellknäueln. Um beide soll es hier deshalb auch nicht gehen; es sollte reichen, daß der von unseren Steuern schmarotzende Vizekanzler kürzlich wegen Beleidigung angezeigt wurde - http://www.op-online.de/nachrichten/politik/hartz-iv-empfaenger-zeigt-westerwelle-635610.html , leider von einem Peter-Hartz-Musterschüler, der sich den Medien gegenüber dermaßen arbeitswillig präsentiert, daß sich dagegen Frau Holles Haushaltssklavin Glücksmarie geradezu in der sozialen Hängematte aalt.
Nein, das Web ist schon dermaßen voll mit geiferndem (pickliger Parteichef) bzw. schnurrendem (pelzige Haustyrannen) Content, daß dadurch der Blick auf eine Seuche versperrt wird, die sogar schon an die Türen von Sprachkritikern geschätzter Qualitätsholzmedien klopft – nur ein sorgfältiges Lektorat konnte bislang Schlimmeres verhindern.
Die Rede ist natürlich vom Denkverzichtsbegriff Nr. 1, dem schon Johann Friedrich von Schiller die Zeilen widmete: „Und wenn dir gar nichts mehr einfällt / Verwende das Wort Spannungsfeld.“
Wissenschaftler rätseln noch, wann und wie der Ausdruck aus seinem natürlichen Lebensraum von Physik und Elektrotechnik ausbrechen konnte, in dem seine Anwesenheit sinnvoll und erwünscht ist. Sicher ist nur, daß er spätestens seit Mitte der nuller Jahre Vertreter des gesamten textproduzierenden Gewerbes infiziert hat; besonders schwer betroffen sind die geisteswissenschaftliche Seminarliteratur sowie das Feuilleton – beide seit jeher besonders anfällig für Geschwurbelgeschwulste.
In schweren, aber dennoch typischen Fällen überwuchern dann Gebilde wie dieses jeglichen, wenn überhaupt vorhandenen Sinngehalt: „Im Spannungsfeld zwischen interkommunalen Raumentwicklungen, wahrnehmungsgeographischen Barrieren und Freizeitgesellschaft“ – das übersetze mir mal jemand ins Verständliche, dessen Wahrnehmungsgeographie sich weiter erstreckt als meine.
Na schön, immerhin läßt das Wort „zwischen“ erahnen, daß die nebulösen Objekte dieser Konstruktion irgendwie voneinander entfernt sind, was dann eben eine Spannung erzeugt wie etwa zwischen Anode und Kathode. Die meisten verbalen Spannungsfelder erstrecken sich denn auch zwischen Begriffen, die als Gegensätze angesehen werden, etwa zwischen „Flexibilität und Produktivität“, „Ökonomie und Ökologie“ oder „Gesetz und Markt“ (schon interessant, was unter kapitalistischen Bedingungen alles so als Widerspruch gilt) – und letztlich bewegte sich heute ja auch mein Frühstück im Spannungsfeld zwischen Erdbeermarmelade und Leberwurst. Vom Spannungsfeld zwischen Toast und Brötchen ganz zu schweigen.
So lange also ein „Spannungsfeld zwischen X und Y“ auftaucht, könnte der Leser dies tolerant als inflationäre Metapher hinnehmen. Vielleicht sogar als Arbeitsersparnis, da sich der Text sofort in der Schublade „Schaumschlägerei“ entsorgen läßt.
Längst hat sich das Spannungsfeld aber auch vom letzten Rest an metaphorischem Gehalt losgelöst und flottiert nun völlig frei als Intellektprothese im Sprachgebrauch der Nichtdenkenden: „Bildung im Spannungsfeld veränderter Rahmenbedingungen“ – halloooooo, WO bitte?!? Noch irgendwer zuhause im Spannungsfeld des Hirnkastens oder schon finaler Kurzschluß?!?!?!? Gut, in einem Rahmen kann man etwas einspannen – aber noch sind wir immerhin nicht so weit, daß etwa Kunsthistoriker von der „Mona Lisa im Spannungsfeld ihrer Leinwand“ daherfaseln. Und ein unheilbarer Optimist, wer in der Phrase „Der CIO im Spannungsfeld IT-Betrieb“ subversive Systemkritik vermutet. Nein, das ist wirklich genau so hirnbefreit, wie es klingt. Wer das immer noch nicht glauben mag, möge sich das „Lehrerheft mit Unterrichtsvorschlägen und Schülerheft: Spannungsfeld Freizeit“ (Verlag Krapp & Gutknecht) zu Gemüte führen. Wenn schon die Freizeit Spannungszustände auslöst, möchte man sich das Spannungsfeld Schule gar nicht erst ausmalen, schon gar nicht mit solchen Unterrichtsmaterialien.
Und damit soll dann hier auch Schluß sein – ich spüre, wie sich in meinen Nacken-, Rücken- und Kiefermuskeln schmerzhafte Spannungsfelder aufbau- ... AAAHRGH ...

18.02.2010

Erste Erfolge der Linkshirnextremisten

Nur wenige Stunden nach Veröffentlichung des Manifests der Linkshirnextremisten macht die junge Bewegung rasante Fortschritte als ernstzunehmende politische Kraft: Es konnte bereits die erste erfolgreiche Spaltung verzeichnet werden - in "Linkshirn" und "Extremisten". Für die Strömungen "Links" und "Hirnextremisten" werden noch Patenschaften vergeben.

Gegen Alles! Immer und überall!

Als echter Linkshirnextremist bin ich natürlich immer und überall gegen alles und jeden. Vor allem gegen rosa eingefärbte Blogs auf blogger.com! Außerdem trinke ich nur ungern Wein, stehe in der Regel früh auf und bin ausgewiesener Kehrwochenfetischist.

Das Manifest der Linkshirnextremisten ist Unsinn.

Für Spaltung!

Das Manifest der Linkshirnextremisten

§1 Wir denken linkshirnig, also mit der Hirnhälfte da wo gedacht wird. Daß das in Zeiten postaufklärerischer Verblödung mit extremer Anstrengung und extremer Leidensfähigkeit verbunden ist, liegt auf der Hand.


§2 Wir kämpfen theoretisch bewaffnet für das Ende der Frühaufsteherdiktatur.


§3 Wir wehren uns gegen jeglichen Kehrwochenterrorismus.


§4 Katzencontent nur unter zu begründenden Ausnahmebedingungen.


§5 Niemandem darf der Wein ausgehen. Nirgends.


§6 Wahlfangkampagnen lehnen wir entschieden ab, ebenso wie die tierquälerische Praxis von Walkämpfen.