15.12.2010
Das Winterschlafmanifest
§1 Das Menschenrecht auf Winterschlaf ist unteilbar, es zu schützen und das Bett zu bereiten ist Aufgabe aller staatlichen Gewalt.
§2 Wer Winterschlaf verhindert, unterbricht oder verbietet, wird nach der Revolution theoretisch erschossen.
§2.1 Revolutionen während der Winterschlafphase sind verboten!
§3 Bernd und Heinz dürfen beim Winterschlafen nicht mitmachen, sondern haben in dieser Zeit das Internet mit Katzencontent und Ähnlichem zu füllen Damit wird ein produktiver Mehrwert erreicht und alle anderen nach dem Aufwachen haben hübschen "Scheiß" (Marx) zu gucken und zu lesen.
§4 Ein Winterschlaf darf nur unterbrochen werden wenn das Bier alle ist, oder die winterschlafende Person zur Erhaltung der Gesundheit umgelagert werden sollte.
§5 Wer nicht will, der hat schon.
§5.1 Aufwachen für Schnee toll finden und Schneeballschlachten, insgesamt für Aktionen gegen Katzenfeindlichkeit, Frühaufsteher_innendiktatur und alles sonstige Doofe, ist ausdrücklich erlaubt.
§6 Katzen sind von der Winterschlaf-Pflicht ausgenommen, außer sie wollen gern. Für ihre Versorgung sind Bernd und Heinz zuständig. Gleiches gilt für Flamingos.
05.12.2010
Extremistens anderswo: Typ aus Moskau & Elquee werden MuschiLeaks CEOs
Genoss_innen, Katzen und auch Flamingos,
ein Kriegchen geht durch die Welt. Ein Kriegchen der Hüter_innen der Moral gegen die Anderen. Die Anderen wollen WikiLeaks besiegen. Die Hüter_innen der Moral wollen WikiLeaks behalten und machen sich deswegen eigene WikiLeaks. Eins vorweg: Es wird kein wikileaks.radiofreemsocow.soup.io geben. Das geht ja auch gar nicht, vor allem aber bin ich kein Hüter der Moral, aber auch keiner von den Anderen.
Mir geht es nicht um WikiLeaks, mir geht es um Katzen.
Bei allem Bohei um Merkel, Westerwelle, Afghanistan und Assange haben alle Seiten die Pflicht zum Katzencontent missachtet. Assange hat keine Katzen geleakt, Westerwelle und Merkel sind nicht zugunsten von Katzen zurück getreten und Obama hat einen Einsatz von Katzen zur Steigerung der Friedfertigkeit in bekriegten Gebieten nach muschileaks vorliegenden, frei erfundenen Dokumenten nicht erwogen.
Ich als CEO bei muschileaks werde mich persönlich dafür einsetzen, dass das so nicht weiter geht.
Natürlich besteht die Gefahr, dass erhöht auftretender Katzencontent die Welt zu süß macht und über real existierende Demokratien hinweg täuscht.
Deswegen kämpfe ich als CEO von muschileaks auch für Informationscontent. Informationscontent ist vor allem deshalb wichtig, weil Kapitalismus, Sexismus und die Frühaufsteher_innendiktatur nicht von alleine verschwinden werden. Dort tut Information Not. Ich sehe es deswegen als notwendig an, meine ideologische Herkunft als Linkshirnextremist auch in meine Arbeit als CEO bei muschileaks einfließen zu lassen.
Zusammen mit Ihnen, Genoss_innen, Katzen und Flamingos, freue ich mich auf eine spannende Zeit. Meine erste Amtshandlung ist herauszufinden, was CEO eigentlich bedeutet. Ich denke das ist wichtig für eine erfolgreiche Arbeit im Sinne von muschileaks und allen Katzen weltweit.
Geschwister zur Sonne, zur Katze!
gez. Typ aus Moskau.
Quelle: Erklärung zum Amtsantritt als CEO bei muschileaks.
15.03.2010
Manifest gegen Pseudowissenschaftsgedöns
§1 Wir fordern, dass nur noch Leute mit mindestens drei akademischen Graden weiße Kittel tragen dürfen.
§1.1 Gelernten Kranken_innen-Schwester_er, Laboranten_innen und Apotheker_innen sind von dieser Regelung ausgenommen, insofern sie Brillenträger_innen sind, oder wenigstens manchmal im Sommer eine Sonnenbrille tragen.
§1.2 Moderator_innen von sogenannten „populärwissenschaftlichen Magazinen“ in Funk, Fernsehen oder neuartigen Telekommunikationsmedien – oder deren Hiwis (aller Geschlechtervarianten) - ist es nur noch erlaubt lavendelfarbene Kittel zu tragen, die mit lustigen Katzenmotiven bedruckt sind.
§2 In Zukunft dürfen nie zwei oder mehr Fernsehkanäle gleichzeitig sogenannte „populärwissenschaftliche Magazine“ ausstrahlen, damit man immer noch genug Sender hat um wegzuzappen.
§2.1a Punkt zwei soll insgesamt auf der ganzen Welt gelten. Bestimmungen andere Planeten betreffend können in besonderen Zusatzregelungen geregelt werden.
§2.1b Auf dem Mars sollten alle Kittel entweder rot oder grün sein. Grün jedoch nur in Gegenden, die überwiegend von farbenblinden Menschen bewohnt sind.
§2.2 Ausnahmeregelungen können erteilt werden, wenn die gleichzeitig laufenden sogenannten „populärwissenschaftlichen Magazine“ zu 90% Katzencontent enthalten. Den Katzen ist es erlaubt ohne Kittel öffentlich aufzutreten.
§3 „Wie viel kann dieser dicke Mann da von der Pasta/dem Pudding/den Regenwürmern essen“ und „kann man ein Auto über eine Brücke fahren, die nur aus Streichhölzern/Popeln/Regenwürmern besteht“ gelten von nun ab in keinster Weise mehr als wissenschaftlich oder populär.
§4 Die wissenschaftliche Durchleuchtung von Mythen und Sagengestalten im Fernsehen ist unwissenschaftlich, und damit abzulehnen.
§5 Wer einen Fernsehbericht darüber anfertigt, dass es irgendwo spukt, hat dies bei den zuständigen Behörden im Beisein der betreffenden Spukgestalt anzumelden.
§5.1a Es ist der Spukgestalt nicht erlaubt einen Kittel jedweder Farbe oder ein ähnliches Kleidungsstück zu tragen.
§5.1b Mitteleuropäischen Geistern soll es erlaubt sein, das traditionelle Laken mit Löchern für die Augen zu tragen, aber nur aus ethnischen Gründen.
§5.2a Erscheint der bei der Anmeldung des Beitrags nach §5 anwesende Geist oder die Spukgestalt nicht wenigstens für insgesamt 12 Minuten im Filmbericht und nicht mindestens 30 Sekunden am Stück, ist der Filmbericht als nichtig zu erklären, und darf nur im Internet veröffentlicht werden.
§5.2b Die Veröffentlichung im Internet darf jedoch nur unter der Kategorie „Mein schönstes Urlaubserlebnis“ stattfinden, der Beitrag muss mit „Tante Olgas Käsekuchen“ getagt sein, um Verwirrung zu vermeiden.
§6 Alle unter §5 geforderten Forderungen werden hiermit zurückgenommen.
§6.1 Außer §5.2b, der immer noch irgendwie sinnvoll erscheint.
§7 Die letzte Seite der BILD-Zeitung wird hiermit verboten.
§8 Dieses Manifest ist unter CC-Lizenz entstanden, und darf auch von anderen Organisationen gefordert werden.
28.02.2010
Katzencontent-Manifest
Katzencontent ist grundsätzlich erlaubt, wenn er lustig ist. Im Einzelfall darf der Katzencontent-Beauftragte solchen Content trotzdem verbieten, wenn auf Antrag einer absoluten Minderheit weit hergeholte Einwände oder abstruse Ideen geltend gemacht werden, oder aus reiner Willkür.
Katzencontent, der nicht schon lustig, aber niedlich ist, ist grundsätzlich verboten, kann aber im Einzelfall durch den Katzencontent-Beauftragten erlaubt werden, besonders dann, wenn ein ergebnisloser Streit darüber ausgetragen wurde (gültig sind auch Streits mit dem Katzencontent-Beauftragten).
Auf Twitter wird Katzencontent einheitlich mit #LOLCat gekennzeichnet, wenn die lustige Variante vorliegt.
LOLDogs sind kein Katzencontent und mangels Originalität strikt verboten! Außerdem zeichnet sich der Linkshirnextremist dadurch aus, dass er sich bevorzugt mit Lebewesen umgibt, die ihn nicht kriecherisch anhimmeln, sondern ihm bei jeder sich bietenden Gelegenheit oder sonst, wenn es gerade zeitlich nicht passt, widersprechen oder ihm ein Schnippchen schlagen. Hunde sind in der Regel keine solchen Lebewesen, Katzen immer.
Unstreitig erlaubt sind Bilder von icanhascheezburger. Ausnahme: der Witz ist nicht lustig. Gegenausnahme: LOLRus.
Bei Katzenvideos überwiegt meist die niedliche Komponente, es spricht also keine Vermutung für ihre Zulässigkeit. Anders dann, wenn der Katzencontent geeignet ist, den irrationalen Wunsch nach der Anschaffung einer Katze hervorzurufen, etwa dies, dies oder dies.
Ziel der Verbreitung von Katzencontent ist, die Macht der Katzen auch politisch zu festigen. Katzenherrschaft wäre zwar willkürlich und ungerecht, ist aber trotzdem erstrebenswert und letztlich unumgänglich. Wer keinen Katzencontent mag, erhält auf Anfrage eine Liste guter Therapeuten.
Entscheidungen des Katzencontent-Beauftragten sind unanfechtbar und höchstens im Handgemenge oder bei Androhung körperlicher Gewalt oder mittelschweren Beleidigungen bzw. fortgeschrittenen Flüchen gegenstandslos.