30.04.2010

Verhaltenstips für den 1. Mai

Dank der unermüdlichen Aufklärungsarbeit der Presse und der Polizei ist die Öffentlichkeit gewarnt: Am morgigen 1. Mai werden wieder kinderfressende linke Chaoten raubend, mordend und brandschatzend durch die Städte ziehen (siehe Bild 1). Möglicherweise wollen sie sogar weinende Nazis durch die Straßen jagen.


Abb.1: Terror-Aufruf

Wir raten daher allen, die es morgen nicht vermeiden können, das Haus zu verlassen, dies zum eigenen Schutz nur in größeren Gruppen zu tun (siehe Abb. 2)


Abb.2: So machen Sie es richtig. (Quelle: flickr/kellerabteil)

Offizielles Getränk der Revolution

28.04.2010

Freitagstexter: Die Siegerehrung

Trommelwirbel, Tusch (wahlweise auch die ersten Takte von "Also sprach Zarathustra") ... - es ist soweit: Die feierliche Übergabe des Freitagstexter-Pokals an den frischgekürten Sieger.

Zunächst aber erst einmal neben dem Dank an alle Teilnehmer ein erneutes Lob der Prokrastination: Die Hälfte der Beiträge trudelte in den letzten zwei Tagen ein, so daß die Entscheidung am Ende doch noch sehr schwer und sehr eng wurde. Aus diesem Grund wurden gleich zwei dritte Plätze vergeben: Kopf an Kopf liegen

mo mit
nachdem die braut von der engen beziehung ihres verlobten zu ihrer besten freundin erfuhr, überarbeitete sie noch einmal das dekorationskonzept der hochzeit.

und sanczny mit dem kurz vor dem 1. Mai naheliegenden Beitrag
Ein Linksruck geht durch das floristische Berlin: Subversive Regale bringen den Blumenhandel zum Erliegen

Auch bei Platz 2 fiel die Entscheidung schwer, deshalb gibt es auch zwei Silbermedaillen. Diese gehen an den allerersten und an den auf-allerletzten-Drücker- Teilnehmer, nämlich

Michael
Der letzte Porzellanladen hatte sich dem Druck von "auf alles 20% Praktiker/Obi" beugen müssen. Traurig trottete der Elephant in den kleinen Blumenladen an der Ecke...
- hiermit wird insbesondere die Verknüpfung von knallharter Kapitalismuskritik und Tiercontent gewürdigt -

sowie an

order_by_rand
Imam behält recht. Schäden der Aktion Boobquake größer als befürchtet.
für das ausgelöste Zwerchfellbeben und die Aktualität des Beitrags, auch wenn die Aktion Boobquake möglicherweise nicht jedem ein Begriff ist.

Am Ende fiel die Entscheidung für den Sieger aber dann doch sehr leicht, denn dieser erzielte unübertroffene Werte auf dem Rofl-O-Meter. Hinter dem auf den ersten Blick unscheinbaren Post von

marax79
http://twitpic.com/1iqhz5
verbarg sich nämlich folgendes:


(was außerdem einen Extrapunkt für das Layout verdient).

Herzlichen Glückwunsch also an den hochverdienten Sieger, und hier ist dein Pokal. Schön drauf aufpassen und nicht fallenlassen! (Und teile uns bitte baldmöglich mit, wo er das nächste Mal vergeben wird, da sich hinter deinem Link offenbar kein Blog verbirgt.)

27.04.2010

Kurze Störung

Bitte später wiederkommen. Für Detailverliebte: Anscheinend gibts ein Problem bei Blogspot, das dazu  führt, dass derzeit einzelne Blogseiten nicht direkt angesteuert werden können. Wir sind sicher, dass es bald behoben sein wird und ruhen uns solange für die Revolution aus.
Entwarnung: Die Störung konnte behoben werden, mit der Revolution kann es nun nicht mehr lange dauern. Wie ja auch unser Mit-Linkshirnextremist Pantoffelpunk gerade sehr schön begründet hat.

23.04.2010

Biermanifest

Wie sicher niemandem entgangen sein dürfte, war heute nicht nur Freitagstexterfreitag, der Tag eines legendären 6:1 von St. Pauli gegen Koblenz und Welttag des Buchs völlig überholten und überflüssigen Holzmediums, sondern auch der "Tag des deutschen Bieres".
Linkshirnextremisten haben natürlich nichts gegen Bier, im Gegenteil. Da wir aber gegen deutsch ebensoviel haben wie dagegen, unseren Bierkonsum auf einen einzigen Tag im Jahr zu beschränken, ist mal wieder ein Manifest fällig.

§1 Natürlich gibt es auch gutes, sogar köstliches Bier aus Deutschland.
§1.1 [Wegen allzu unsubtiler Schleichwerbung gestrichen.]
§1.2 Ebenso gibt es untrinkbare Flüssigkeiten, die vermutlich nur deshalb noch als "Bier" verkauft werden dürfen, weil die Verbraucherschutzverbände von den Herstellern bekannter Punkerbrausemarken und bayrischen Weiß"bier"fabrikanten mit großen Gratiskontingenten bestochen werden.

§2 Gutes, sogar köstliches Bier gibt es aber auch woanders.
§2.1 Guckt zum Beispiel mal bei Google Maps nach "Pilsen".
§2.2 Oder macht mal eine Geschmacksknospenbildungsreise nach Prag.
§2.3 Und sogar Guiness kann manchmal ganz lecker sein.

§3 In Deutschland erfunden wurde das Bier schon mal gar nicht. Die ersten Belege für Bier sind aus Mesopotamien und Ägypten bekannt.
§3.1 Zeugen, die Auskunft über die damalige Bierqualität geben könnten, sind allerdings samt und sonders nicht mehr am Leben.
§3.2 Das sollte mißtrauisch machen.

§4 Linkshirnextremisten scheißen aus den genannten Gründen auf den "Tag des deutschen Bieres".
§4.1 Wir trinken Bier, wann es uns paßt und schmeckt.
§4.2 Und halten uns dabei nicht an national bornierte Grenzen, sondern lassen uns von unserem hochentwickelten Geschmackssinn leiten.
§4.3 Unsäglichkeiten wie Berliner Weiße oder Altbierbowle sind ein Fall für den Bierschutzverein.
§4.3.1 Alster eigentlich auch, unterliegt an heißen Tagen aber einer Ausnahmegenehmigung.

§5 Unser höchster Feiertag ist der Internationale Kampftag des Bieres.
§5.1 Auch dieser findet statt, wann immer es uns paßt und schmeckt.

§6 Prost!

22.04.2010

Freitagstexter



Wieder einmal ein grandioser Erfolg des Linkshirnextremismus auf seinem unaufhaltsamen Siegeszug um die Welt: Wir (in Person der amtierenden Manifestmanifestbeauftragten Broca-Areal) haben den Freitagstexter gewonnen, der letzte Woche von Impactsuspect veranstaltet wurde.
Somit liegt nun die Verantwortung für die Weitergabe des altehrwürdigen Wanderpokals in unseren unzuverlässigen Händen. Ist aber zum Glück gar nicht schwer:

Da unten seht ihr ein mit viel Liebe und Sorgfalt ausgewähltes Bild. Euer Teil ist es nun, eine passende oder unpassende, gereimte, ungereimte oder sonstwie geartete Bildunterschrift zu finden (und diese mittels der hierfür vorgesehenen Kommentarfunktion auch mitzuteilen). Mehrfachvorschläge sind erlaubt und erwünscht, Einsendeschluß ist Mittwoch, 12 Uhr - und zwar, als kleine Abweichung vom üblichen Reglement, 12 Uhr Mitteleuropäische Normalzeit*. Wir lassen uns schließlich nicht von der Frühaufsteherdiktatur auf der Nase rumtanzen!

Am Mittwoch entscheiden wir dann mittels heftigen Flügelkämpfen, per Abstimmung oder schlichter Autokratie der amtierenden Manifestmanifestbeauftragten, welcher Beitrag der treffendste, schrägste, linkshirnextremste, lachkrampfauslösendste - kurzum: der preiswürdigste ist. Der Sieger oder die Siegerin erhält dann nicht nur einen formschönen Pokal, sondern auch den Auftrag, das Ganze dann ab nächsten Freitag bei sich im Blog stattfinden zu lassen. Wer keinen Blog hat, darf natürlich auch teilnehmen und möge im Fall eines Sieges einen Blog seiner oder ihrer Wahl um Asyl bitten.

Eine Übersicht der bisherigen Sieger gibt es unter diesem Link.

In linkshirnextremistischer Sache: Da dies hier ein Kollektivblog ist, habe ich überlegt, ob auch Linkshirnextremisten teilnehmen dürfen. Nach eingehender Beratung via Twitter lautet die salomonische Lösung: Erstmal nicht, wenn aber die Beteiligung bis Dienstag sehr zu wünschen übriglässt, dann ja.** Auf jeden Fall zählt bei der Entscheidung einzig und allein die Qualität der Beiträge, großes Linkshirnextremistenehrenwort.

UPDATE: Wir schreiben Dienstag, den 27.4., und bisher haben sich sieben acht Beiträge angesammelt. Nicht, daß die nicht schön wären, aber ein bißchen mehr Qual der Wahl wäre natürlich schöner. Daher dürfen sich jetzt auch linkshirnextremistische Mitblogger in den Endspurt einmischen. Alle anderen sind natürlich ebenfalls weiterhin aufgefordert, ihr Kreativstes zu geben.

*Also dann, wenn auf euren Uhren fälschlicherweise 13 Uhr steht.
**Die meisten hier sind ja multiple Persönlichkeiten mit mindestens noch einem weiteren Blog, so daß im Fall des Falles der Gedanke des Wanderpokals darunter nicht leiden würde.


Nun aber zur Hauptsache, dem zu kommentierenden Bild:



DURCHSAGE: Hier geht's zur Siegerehrung.

Linkshirnextremismus deine Witze, ein Manifest

§1 Linkshirnextremisten und Linkshirnextremistinnen machen grundsätzlich nur gute Witze.
§1.1 Witze über Randgruppen sind meistens nicht wirklich witzig. Allerdings gibt es Ausnahmen: katholische Bischöfe, SPD-WählerInnen oder Steuerberater gehören dazu.

§2 Witze, die älter als 5 Re-Tweets sind verlieren ihr humoristisches Potential exponentiell mit jedem weiteren Tweet. Spätestens beim Faktor 12 ist es vorbei.

§3 Humor ist wenn man trotzdem lacht.

§4 Leute als »Nazi« zu bezeichnen ist generell nicht witzig, sondern falsch. Es sei denn es sind Nazis, dann ist es aber traurig. Wer Nazi ist entscheidet im Zweifelsfall eine paritätisch besetzte Kommission.

15.04.2010

Liebeserklärung an alle Linkshirnextremistinnen I

Egal, was ich sagen möchte, meistens hat es jemand anders schon besser gesagt, als ich es selbst je könnte. In diesem Fall "Heiter bis Wolkig"



:-*

Phobiemanifest 0.0.0.1.0.1

§1 Wir alle haben Phobien.
§1.1 Das schließt Flamingophobie, Elurophobie und Enophobie aus.
§1.1.1 Die Absage an Flamingophobie, Elurophobie und Enophbobie schließt die Forderung nach Flamingophilie, Elurophilie und Enophilie ein.

§2 Die Macht der Frühaufsteherdiktatur zeigt sich darin, dass es keine Phobie vor Weckerklingeln und/oder früh aufstehen sowie Montagen gibt.
§2.1 Da haben wir was gegen.
§2.2 Nach der linkshirnextremistischen Revolution wird es ebenjene Phobien geben.

§3 Besondere Solidarität gilt den Betroffenen der der Epistemophobie, sowie der Erythrophobie, weil die einen unsere Manifeste nicht lesen und die anderen unseren Blog nicht angucken können.

14.04.2010

1. Entwurf: Männermanifest

§ 1. Wie Katzen, Flamingos, weichgekochte Frühstückseier und Rotwein haben auch Männer ein Recht darauf, zu existieren
§ 1.1. Außer sie nerven, zum Beispiel durch das Verschicken von Spam, hartnäckigem Frühaufsteherterror oder sonstigen unlinkshirnextremistischen Aktivitäten, wegen denen sie zur Strafe nach der Revolution theoretisch erschossen werden können.

§ 2. Männern wie Frauen ist es verboten, anderen Leuten auf die Nerven zu gehen. Dazu zählt es auch, Sätze zu äußern, die mit "Ich als Frau (und Mutter)..." oder "Ich als Mann (und Vater)..." beginnen.

§ 3. Männerdiskriminierung gehört sich nicht und ist deswegen verboten. Als Diskriminierung des männlichen Geschlechts oder derjenigen, die sich dazuzählen, gilt es ganz ausdrücklich nicht, wenn sich jemand, egal ob Mann, Frau oder Flamingo, über Shortsträger, Ballonmützenträger, Sandalenträger oder Goldkettchenträger lustig macht.

###wird fortgesetzt###

Manifestmanifest

§1 Als orthodoxe Undogmatiker lehnen wir Linkshirnextremisten einengende Manifeste grundsätzlich ab.
§2 Selbstverständlich auch dieses.

07.04.2010

Unser Verhältnis zu Hippies, Polizei und Gewalt

Da eine theoretische Bewaffnung, Gewaltverherrlichung und am Ende die Revolution mit Hippies und ihrer grundsätzlichen Ablehnung von Gewalt einfach nicht zu machen ist, lehnen Linkshirnextremisten Hippies ab.

Ganz anders sind da die deutschen Polizeibeamten, die Gewalt in der Regel nicht ablehnen oder sie sogar ganz dufte finden - leider verkloppen sie jedoch im Normalfall keine Nazis, Außenminister, Wirschaftsbosse oder Schlagerfuzzis sondern Linkshirnextremisten. Darum lehnen wir selbstverständlich auch Polizeibeamte ab.

Die folgende Kapelle hat diese Geisteshaltung bereits vor der Gründung der Linkshirnextremisten erfasst und musikalisch sowie visuell in Szene gesetzt, wofür ihr nachträglich der Orden "Held der Musik" verliehen werden sollte:



Wer ist hier der oder die Ordenverleihungsbeauftragte?

01.04.2010

Vorläufiges Aprilscherz-Manifest

1. Aprilscherze sind nicht lustig
2. Aprilscherze sind daher verboten
3. Wer trotzdem welche macht, wird theoretisch erschossen
---wird fortgesetzt---

31.03.2010

Keine Katze

Wir Linkshirnextremisten mögen auch Rabenviecher, wenn sie niedlich sind, so isses ja nicht

28.03.2010

Sensationsfund: Vernünftiger CDU-Politiker entdeckt!

Aufgrund von sommerzeitbedingtem Jetlag fällt das eigentlich dringend nötige Antisommerzeitmanifest leider aus.

Dafür können wir an dieser Stelle einen Sensationsfund präsentieren, auf den linkshirnextremistische Forscher bei einer Expedition ins Bergische Land stießen:

Herbert Reul, CDU, MdE.

Anti-Spam-Manifest

§1.1 Wir haben keine Verwendung für Viagra, weder für echtes, noch für nachgemachtes.
§1.2 Unser Sexleben funktioniert auch ohne Doping gut.

§1.3 Sollten wir doch Verwendung dafür haben, wenden wir uns an unseren Arzt oder Apotheker.

§2 Das gleiche gilt für Penisverlängerungen, Brustvergrößerungen, Nasen-OPs oder andere aus medizinischer Sicht unnütze medizinische Eingriffe.

§3.1 Wir lehnen die sinnlose Konsumgesellschaft ab, und haben daher auch keine Verwendung für nachgemachte teure Uhren, auch wenn diese billig sind.

§3.2 Das Schmücken mit teuren kapitalistischen Statussymbolen ist sowieso schon panne.

§3.3 Das Schmücken mit billigen Plastikdingern, die halbwegs so aussehen wie teure kapitalistische Statussymbole, ist einfach nur armselig.

§3.4 Obwohl wir jedem Menschen sein Recht darauf einräumen, armselig zu sein, nehmen wir dasselbe Recht bewußt nicht in Anspruch.

§3.5 Es sei denn wir nehmen es in Anspruch, aber dann ebenso bewusst.

§4.1 Wir haben auch mit Sicherheit keine tote reiche Tante in Afrika, die König von Nigeria ist, und uns "lotts of mony" hinterlassen hat.

§4.2 Hätten wir eine solche Tante, hätten wir sie schon zu Lebzeiten davon überzeugt, dass sie ihr ganzes Geld dem Hilfswerk für streunende Katzen spendet.

§4.3 Oder wenigstens den Delphinen.

§5.1 Wenn einer amerikanische Touristin in Afrika all ihr Geld gestohlen wurde, sind wir nicht die richtige Anlaufstelle, um zu helfen.

§5.2 Wir kaufen auch keine Ehefrauen im Ausland.

§5.3 Wir überweisen GAR kein Geld ins nicht-linkshirnextremistische Ausland, auch wenn wir eine noch so rührselige Geschichte per rechtschreibbefehlerter eMail geschickt bekommen.

§6 Wir wollen auf Social Media Plattformen weder:

- Geld verdienen

- Geld ausgeben

- lernen, wie man täuschend echtes Geld zu hause macht

- über die Gefahren von Kettenbriefen informiert werden

- überhaupt Scheiß-Kettenbriefe bekommen

- irgendwas mit eBooks machen und stinkereich werden

- sonst irgendwie mit Werbung oder anderen Zeitfressern bombardiert werden

§7.1 Doppelpostings gehören verboten.

§7.2 Es sei denn Running-Gags.

§7.3 ...wenn sie lustig sind.

§7.4 Ständig einen "Newsletter" zu bekommen, der für eine der unter §1-§6 aufgeführten Sachen wirbt, ist weder ein Running-Gag noch lustig.

§8.1 Menschen oder elektronische Apparaturen, die uns oder andere Menschen mit den unter §1-§6 aufgeführten Dingen - oder mit anderen nervigen Dingen - nerven, können nach Art und Weise des lokalen linkshirnextremistischen Dosenfleischbeauftragten bestraft werden.

§8.2 Das Strafmaß kann vom lebenslangen Ausschluss von allen öffentlichen, halböffentlichen, privaten und sonstigen Kommunikationskanälen, bis zur persönlichen Entschuldigung bei allen bisherigen Spam-Opfern des Täters variieren. (Siehe §9)

§9.1 Die verurteilten Spammer müssen im Falle einer Verurteilung zur Entschuldigungsstrafe persönlich an den Wohnsitzen der Geschädigten vorstellig werden.

§9.2 Sie müssen sich glaubhaft ehrlich entschuldigen, und einen angemessenen Strauß Blumen und/oder Pralinen dabei haben.

§9.2b Gebäck mit Rosinen oder beliebiges mit Zimt sind keine Pralinen.

§9.3 Die Strecke von einem Geschädigten zum nächsten muss der Verurteilte Spammer zu Fuß zurücklegen.

§9.4 Die Geschädigten muss der Spammer in alphabetischer Reihenfolge aufsuchen.

§9.5 Keiner der Geschädigten darf an Feiertagen, am Wochenende oder vor 14 Uhr aufgesucht werden.

§9.6 Hat der Spammer keine kompletten Unterlagen zu allen gespammten eMailadressen mehr, muss er statt dessen alle Internetnutzer aufsuchen und sich wie unter §9.1 - §9.5 geregelt bei ihnen entschuldigen.

§9.7 Die Strafe ist erst abgegolten, wenn alle Geschädigten eine Unterschrift geleistet haben, dass sie dem Spammer verzeihen, und glauben, dass er sich bessert.

§9.8 Die Kosten, die durch die Unterschriftensammlung entstehen trägt der Spammer.

§9.9 Sollte der Spammer diese Strafe bis zu seinem natürlichen Lebensende nicht vollendet haben, kann ihm mit lebensverlängernden Maßnahmen zu mehr Zeit verschafft werden, solange genug Ressourcen dafür übrig sind.

§10 Spammer, die eMails mit dem Absender "Ich", "Me", "I myself" oder "Deine Mudder" verschicken, können alternativ einen lustigen Hut aufgesetzt bekommen, und ausgelacht werden.

27.03.2010

Das Putz-Manifest

1 Kernthesen

§ 1.1 Putzen, das sind die anderen.
§ 1.2 Alle Flamingofedern werden von den Flamingos selbst gereinigt.
§ 1.3 Wer stinkt, muss hinten sitzen.
§ 1.4 Bis alle stinken, dann wird ein Stuhlkreis gebildet und sich wieder vertragen.
§ 1.5 Als Putzmittel geeignet ist, was die Umwelt nicht unnötig belastet.
§ 1.6 Als Putzmittel gilt, was Spaß macht und schmeckt.

2 Kehrwoche

§ 2.1 Nach der Revolution wird die Kehrwoche ausgesetzt, bis eine weitere Stabilisierung der Lage erreicht ist.
§ 2.1.1 Ist eine Stabilisierung eingetreten, wird abgestimmt, ob eine Kehrwoche nötig ist.
§ 2.1.2 Die Alternativen zur Kehrwoche sind: "Lass liegen, tritt sich fest" und "Haus verliert nichts".
§ 2.1.3 Wird die Wiedereinführung der Kehrwoche nicht beschlossen, haben Schwaben ein Anrecht auf kostenfreie Therapie und freies Geleit in einen verschmutzten Bereich ihrer Wahl, den sie danach turnusgemäß reinigen dürfen.
§ 2.2 Wird die Wiedereinführung der Kehrwoche beschlossen, ruhen die Reinigungsarbeiten so lange, bis der Putzmessias eingetroffen ist.
§ 2.3 Der Putzmessias kennt alle Folgen von Monk auswendig.
§ 2.4. Der Putzmessias wird allen Kehricht auffegen und die nachrevolutionäre Gesellschaftsform von allen Reinigungsarbeiten entlasten.

3 Leibwäsche

§ 3.1 In postrevolutionären linkshirnextremistischen Gemeinschaftseinrichtungen ist in Leibwäsche ein Namensschild einzunähen.
§ 3.1.1 Ist kein Namensschild zur Hand oder der Name des Leibwäscheträgers unbekannt, kann auch ein Kaugummi eingeklebt werden.
§ 3.1.2 Alternativ kann auf Leibwäsche auch ganz verzichtet werden.
§ 3.2 Die Leibwäsche kann mit dem Schnabel oder in der Autowaschanlage vorgenommen werden.
§ 3.2.1 Sollte nach der Revolution das Betreiben von Autowaschanlagen aufgegeben werden, werden sie durch reinigende Bäder im Mondschein ersetzt.
§ 3.3 Bei politischer Betätigung sowie in den Bereichen PR und Frühappell ist eine frische weiße Weste anzulegen.
§ 3.3.1 Verfärbt sich die Weste schwarz, sollte umgehend eine Fluchtbewegung gegen die Windrichtung einsetzen.

4 Wahl der Reinigungsmittel

§ 4.1 Die älteste anwesende Frau jeder Putzgemeinschaft gilt putzechnisch als entmündigt.
§ 4.2. Entscheidungen über das anzuwendende Putzmittel trifft jeweils der jüngste anwesende Knabe.
§ 4.2.1 Sollte der Knabe noch nicht über verbales Äußerungsvermögen verfügen, bedeutet er durch Interesse an einer Verpackungseinheit, welches Putzmittel für die Kehrwoche oder die Leibwäsche anzuwenden ist.
§ 4.3 Geeignete Putzmittel im Geiste der Revolution sind: Yakbutter, Flamingofedern, Treiberameisen, Seidenschals, Trennkostratgeber, Holzstöckchen, Eiswürfel und Met*.

*Bis die Sachlage vollständig geklärt ist, ob Mett oder Met geeigneter ist, kann beides verwendet werden

25.03.2010

Das proprokrastinistische Manifest

1 Definition

1.1 Prokrastination bezeichnet das Aufschieben zu erledigender Arbeiten durch die Beschäftigung mit interessanteren Dingen. (Eine umfangreichere, aber diskriminierende Definition findet sich bei Wikipedia.)
1.2 Zum Beispiel durch zielloses Herumstöbern bei Wikipedia. Oder das Verfassen von Wikipedia-Artikeln über Prokrastination.
1.3 Oder Twittern.
1.4 Oder das Verfassen weltverbessernder Manifeste.

2 Phänomenologie

2.1 Daß insbesondere intelligente, vielseitig interessierte Menschen mit Abneigung gegen den verhängnisvollen bürgerlichen Arbeitsfetisch zum Prokrastinieren neigen, geht aus dem Gesagten hervor.
2.1.1 Mit anderen Worten, die tendenziell sympathischeren Mitmenschen mit Talent zum Linkshirnextremismus.
2.2 Großmeister der Prokrastination darf sich nennen, wer für das Aufschieben mehr Energie aufwendet, als für das Erledigen der ursprünglichen Arbeit nötig wäre.
2.3 Prokrastination gab es schon vor dem Internet. Zu diesem Zweck wurde das Kreuzworträtsel erfunden.
2.4 Durch das Internet ist Prokrastinieren jedoch sehr viel einfacher geworden.
2.4.1 http://www.bananario.de/onlinegames/tetris/tetris.php
2.4.2 http://www.jetztspielen.de/spiel/bubble-shooter.html
2.4.3 http://www.scinexx.de/dossiers.html
2.4.4 http://mrdoob.com/projects/harmony/
2.4.5 http://www.youtube.com/results?search_query=katzen+&search_type=&aq=f
2.4.6 http://worlds-highest-website.com/de
...
2.4.n http://www.reset.ch/index.html

3 Pro Prokrastination

3.1 Daß Prokrastination etwas Gutes ist, geht schon aus ihrem Namen hervor. Wörtlich übersetzt lautet der Begriff „für morgen“ – kann es also ein nachhaltigeres Tun und Denken geben als zu prokrastinieren?
3.2 Ohne Prokrastination wäre die Welt um viele Schöpfungen kreativer Geister ärmer.
3.2.1 Denn nichts fördert den kreativen Schaffensprozeß mehr als ein dramatisch näherrückender Abgabetermin
3.3 Bei ausreichender linkshirnextremistischer Grundlage (siehe 2.1) fördert die Kombination von Internet und Prokrastination das Allgemeinwissen ganz ungemein.
3.4 Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn Leute prokrastinieren würden, statt „nur ihre Pflicht“ zu tun.